Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wir dürfen vorstellen: der Hausrotschwanz. Der Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper ist ungefähr so groß wie ein Spatz. Die Männchen haben einen dunkelgrauen Körper, eine schwarze Kehle und Brust sowie weiße Flügelflecken. Die Weibchen sind deutlich unscheinbarer und grau gefärbt. Früher war der Hausrotschwanz ein Felsenbewohner, heute ist er von März bis Oktober überall in Vorarlberg anzutreffen. Im Winter fliegt er meistens in die Mittelmeerländer, wo es wärmer ist als bei uns.

Ein naher Verwandter des Hausrotschwanzes ist der etwas buntere Gartenrotschwanz. Die Männchen des Gartenrotschwanzes sind an der weißen Stirn, der schwarzen Gesichtsmaske und der rostorangen Unterseite leicht vom Hausrotschwanz zu unterscheiden. Schwieriger ist die Unterscheidung bei den Weibchen: Die weiblichen Gartenrotschwänze heben sich von den weiblichen Hausrotschwänzen durch die helle, meist weißliche Kehle und die deutlich hellere, rostorange bis braune Unterseite ab.

„Jirr tititi“

Zusammen mit der Amsel eröffnet der Hausrotschwanz das Vogelkonzert bereits in den frühen Morgenstunden. Er singt auf dem Dachfirst oder auf Antennen. Der Anfangsabschnitt des Reviergesangs klingt etwas mühsam und gepresst und lässt sich ungefähr mit „jirr tititi“ übersetzen. Nach einer Pause von ungefähr einer Sekunde folgt der Mittelteil, der eher einem kratzenden Geräusch ähnelt und schlussendlich in ein „krchrch-tütititi“ übergeht. Außerdem verständigt sich der Hausrotschwanz mit einem kurzen, nach oben gezogenen „huid“, „fit“ oder „sit“, und einem schnalzenden, aggressiv klingenden „tk-tk“ oder „tuc-tuc“. Seine Nahrung sucht der Rotschwanz, wie er das vom Gebirge her gewohnt ist, überwiegend auf dem Boden. Gerne sitzt er etwas erhöht und sammelt blitzschnell Insekten und andere Kleintiere auf. Im Herbst stehen auch Beeren auf seinem Speiseplan.
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