Ein Raubtier so scheu wie ein Reh

Im Märchen ist er immer der Böse: In „Rotkäppchen“ verschlingt er die Großmutter, und in „Der Wolf und die sieben Geißlein“ will er den sieben Geißlein an den Kragen. Viele Menschen haben daher Angst vor dem Wolf. Doch eigentlich muss sich niemand vor „Meister Isegrim“ fürchten.In Europa leben rund 18.000 Wölfe. Inzwischen besuchen die Tiere auch regelmäßig Vorarlberg. Wölfe sind die wilden Vorfahren unserer Haushunde. Je nachdem, wo sie leben, unterscheiden sie sich in der Größe und in der Fellfarbe. Der Wolf ist in etwa so groß wie ein Schäferhund, hat aber längere Beine, einen breiteren Kopf, außerdem sind seine Augen leicht schräg gestellt.

Die Raubtiere leben in einem Rudel, also in einer größeren Familiengruppe, zusammen. Eine Wolfsfamilie besteht im Durchschnitt aus vier bis sechs Wölfen. Dazu gehören Vater, Mutter, die einjährigen Söhne und Töchter und die ganz jungen Welpen.Die Wölfinnen bringe ihre Welpen in einer Höhle zur Welt. Bei der Aufzucht des Nachwuchses helfen alle Familienmitglieder mit. Jungwölfe verlassen meist im Alter von ein bis zwei Jahren die Familien und machen sich auf die Suche nach einem eigenen Revier und einem Partner zur Familiengründung.

Hautnah erleben

Dort, wo es keine Menschen gibt, die den Wolf stören, sind Wölfe tag- und nachtaktiv. Ansonsten gehen die Tiere vor allem nachts und in der Dämmerung auf Jagd, manchmal auch im Schutz dichten Nebels. Wölfe sind in der Regel sehr scheue Tiere und machen sich aus dem Staub, sobald sie einen Menschen bemerken. Wer dennoch einmal einen Wolf aus nächster Nähe beobachten möchte, hat dazu im Wildpark in Feldkirch die Gelegenheit. Dort sind Pepi und Inge zuhause, ein junges, europäisches Wolfspärchen.
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