Kleiner als eine Zündholzschachtel

Habt ihr gewusst, dass die Zwergfledermaus zu den kleinsten einheimischen Fledermausarten zählt? Nur ihre nächste Verwandte, die Mückenfledermaus, ist durchschnittlich noch etwas kleiner. Eine Zwergfledermaus ist bei der Geburt gerade einmal so groß wie eine Biene und im Erwachsenenalter kaum schwerer als ein Stück Würfelzucker. Mit einer maximalen Körpergröße von rund fünf Zentimetern könnte sie sich auch problemlos in einer Zündholzschachtel verkriechen. Die Fledertiere ernähren sich von kleinen Insekten wie Mücken, Köcherfliegen und Nachtfaltern. In der Nacht fliegen sie schon einmal über fünf Kilometer, um etwas zwischen die Beißerchen zu bekommen. Mit großem Appetit verschlingt jeder dieser Winzlinge pro Nacht bis zur Hälfte des eigenen Körpergewichts – das sind gut und gerne 2000 kleine Insekten.

In der Spalte

Zwergfledermäuse sind Spaltenbewohner. Sie schlafen in Schuppen, Dachböden und Kirchtürmen. Bereits eine fingerbreite Spalte genügt ihnen, um hinein- und herausklettern zu können. In einem Raum von der Größe eines Telefonbuches haben rund 25 Zwergfledermausweibchen und ihre Jungtiere Platz. Die erwachsenen Männchen hingegen verstecken sich gerne einzeln. Beobachten kann man Zwergfledermäuse nach ihrem mehrmonatigen Winterschlaf wieder im April. Im Juni kommen dann die Jungen zur Welt, nackt und blind. Oft sind es Zwillinge. Drei Wochen lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt, danach sind sie selbstständig und fliegen in den Abendstunden zur Insektenjagd aus.
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