von bärbel Schwertfeger (srt)
Die Basilika Santa Cruz ist einer der vielen schönen Bauten in der Altstadt von Fort Kochi. Shutterstock (5)

Die Basilika Santa Cruz ist einer der vielen schönen Bauten in der Altstadt von Fort Kochi. Shutterstock (5)

Synagoge müsste längst wieder restauriert werden“, sagt Karl Damschen, der dies schon einmal im Auftrag der World Monument Fund gemacht hat. Dass der deutsche Architekt seit 1995 in Kerala lebt und arbeitet, verdankt der heute 77-Jährige einer Reihe von Zufällen. Nach einigen Aufenthalten in Kerala schlug er seiner Frau Annelies vor, zunächst ein halbes Jahr in Indien zu leben. Dort beobachtete er, dass immer mehr der alten traditionellen und kunstvoll geschnitzten Holzhäuser abgerissen wurden. Als der gelernte Schreiner entdeckte, dass sich die mit Holznägeln zusammengehaltenen Gebäude zerlegen lassen, kam ihm die Idee, einige der Häuser an der Küste wiederaufzubauen. So entstand das kleine Resort Surya Samudra Beach Garden, das zum Vorbild für viele Hotelanlagen wurde.

Entwicklung zum Touristenziel

Ende der 1990er-Jahre fragten die Besitzer der kleinen Hotelgruppe CGH Earth Damschen, ob er nicht in Fort Kochi ein Hotel für sie bauen wolle. Dort hatte man direkt am Wasser das Grundstück einer ehemaligen Bootswerft gekauft. Auf rund 8000 Quadratmetern entstand so ein zweistöckiger Gebäudekomplex mit großem Innenhof und einer offenen Lobby, der an einen alten Palast erinnert. Als das Brunton Boatyard Hotel gebaut wurde, war Fort Kochi ein verschlafener Ort mit zahlreichen, dem Verfall preisgegebenen alten Gebäuden. Heute ist der unter Denkmalschutz stehende Stadtteil mit seinen kleinen Hotels und Gästehäusern, Restaurants und Cafés ein beliebtes Touristenziel und hat sich auch in der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht. In alten Gebäuden und Residenzen entstanden Kunstgalerien wie das Kashi Art Café und die David Hall. 2012 fand die erste Biennale statt, an der 88 Künstler aus 30 Ländern teilnahmen. Für Karl Damschen, der gerade ein altes Schulgebäude restauriert, ist Fort Kochi prädestiniert für Indiens größtes Festival zeitgenössischer Kunst. „Hier gibt es noch immer viele leer stehende, alte Lagerhäuser“, erzählt er. „Die lassen sich durch Ausstellungen und Kunstprojekte wunderbar wiederbeleben.“

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