VN-Umfrage. Verzichten Sie auf den Handschlag?

Handschlag adieu

Durch das Coronavirus fallen viele Begrüßungsformen in Ungnade.

Schwarzach Das österreichische Gesundheitsministerium rät derzeit nicht dezitiert von traditionellen Begrüßungsformen ab, weder vom eher wienerischen Bussi-Bussi noch vom eher seriösen Handschlag. Vielmehr sei ein Verhalten wie während der Grippe-Hochsaison angebracht: regelmäßiges Reinigen der Hände mit Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel, in ein Papiertaschentuch niesen und husten und dies sofort entsorgen und den direkten Kontakt mit kranken Menschen vermeiden.

Dennoch fordern immer mehr heimische Unternehmen ihre Mitarbeiter auf, auf den Handschlag zu verzichten. In anderen europäischen Nationen geht man noch weiter: Die englische Fußballliga untersagt auf unbestimmte Zeit den Fairplay-Handschlag. In Italien ist jede Form des Körperkontakts bei der Begrüßung per Geldstrafe verboten, in Frankreich rät man zumindest davon ab. In beiden Ländern sind Begrüßungen per Wangenkuss weit verbreitet. Die Maori in Neuseeland würden derzeit „aus gesundem Menschenverstand“ auf den Nasengruß verzichten.

Dänemark rät ebenfalls vom Handschlag als Begrüßung ab, was Einbürgerungen derzeit unmöglich macht. Denn das Gesetz verlangt seit 2018 den direkten Handschlag ohne Handschuhe als Bedingung für die Annahme der Staatsbürgerschaft. Die Regierung hat daher alle Einbürgerungszeremonien auf unbestimmte Zeit abgesagt. In den sozialen Medien wurde zwischenzeitlich der Wuhan-Shake berühmt. Bei diesem stößt man abwechselnd den linken und rechten Fuß als Begrüßung aneinander.

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