Die Eltern des Coronapatienten schildern ihre Situation

Wir freuen uns sehr, dass unser Sohn auf dem Weg der Besserung ist. Alles entwickelt sich positiv und es kehrt langsam wieder Ruhe ein. Die letzten Tage waren ereignisreich, wir wurden aber von Seiten des Landes Vorarlberg, der Gemeinde Mellau durch Bürgermeister Tobias Bischofberger, unsere Gemeindeärztin Heidi Kaufmann sowie Volksschuldirektor Josef Fink optimal betreut und unterstützt.

Als unser Sohn am Mittwoch erfahren hat, dass er mit einer positiv getesteten Person in Kontakt gestanden hatte, hat er umgehend sämtliche Termine abgesagt, das Haus nicht mehr verlassen und die Gesundheitsnummer 1450 gewählt. Dort wurde er kompetent beraten und uns wurde das weitere Prozedere erklärt. Wenig später führte das Testteam vom Krankenhaus Bregenz den Abstrich durch. Gestern wurde er dann nach dem positiven Ergebnis ins LKH Hohenems überstellt. Heute ist seine leichte Erkältung etwas abgeschwächt.

Da er einen guten Allgemeinzustand aufweist, könnte er bereits in seine isolierte Wohneinheit zurückkehren. Er bleibt aber vorsorglich noch über das Wochenende im Spital. In dieser nicht alltäglichen Situation ist es unserer Meinung nach wichtig, ruhig und rational zu bleiben. Wir sind in der Familie zusammengerückt und waren in permanenter Abstimmung, jeder hat seinen Teil beigetragen, das war auch eine durchaus schöne Erfahrung. Vielleicht können wir durch unsere Erfahrungen, die wir in den letzten Tagen gemacht haben, beitragen, die unangebrachte Panik und Hysterie abzuschwächen und zukünftig Betroffene ermutigen. Wir haben von unserer Familie, unserem Bekanntenkreis und der Bevölkerung von Mellau viel Anteilnahme und Zuspruch erfahren, das gab sehr viel Kraft. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Unterstützer! Die kommenden 14 Tage in Isolation werden eine ganz neue Erfahrung sein. Vermutlich werden wir in Zukunft einige Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten. In der heutigen digitalen Welt hat man aber gute Möglichkeiten, mit dem Umfeld in Kontakt zu bleiben, außerdem warten einige Bücher im Regal darauf, gelesen zu werden. Daher wird diese Zeit auch rasch vergehen.

Abschließend können wir uns glücklich schätzen, dass wir in einem Land mit hervorragendem Gesundheitssystem leben und in einer schwierigen Situation wie dieser bestens versorgt sind.

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