235.000 Menschen nach massiven Luftangriffen auf der Flucht

Kinder laufen durch ein Lager für Geflüchtete im Westen der syrischen Provinz Idlib, nahe der türkischen Grenze.  AFP

Kinder laufen durch ein Lager für Geflüchtete im Westen der syrischen Provinz Idlib, nahe der türkischen Grenze.  AFP

damaskus Durch Luftangriffe im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben mehr als 235.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. Viele Vertriebene benötigten aufgrund des Winters dringend humanitäre Hilfe und Unterkünfte, teilte das UN-Nothilfebüro Ocha am Freitag mit. Viele Hilfsorganisationen hätten ihre Arbeit in Teilen der Provinz Idlib jedoch aufgrund der Angriffe einstellen müssen. Die Menschen seien vor allem südlich der Stadt Idlib vertrieben worden, hieß es in einem UN-Bericht. Demnach fliehen die Menschen Richtung Norden und in Richtung türkischer Grenze. Moscheen, Garagen, Hochzeitshallen und Schulen würden als Behelfsunterkünfte genutzt.

Seit Anfang Dezember haben Syrien und Russland ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib massiv verstärkt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angesichts der schweren Angriffe vor einer neuen Migrationswelle in Richtung Europa gewarnt. Die Militäroperation gegen Rebellen in der Provinz Idlib begann bereits im April. Schon in den ersten Monaten nach Beginn der Offensiven mussten an die 400.000 Menschen ihre Heimat verlassen.

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