„Plötzlich sind alle hereingerannt“

Maria Ponsati (33) war wenige Hundert Meter entfernt einkaufen.

Maria Ponsati (33) war wenige Hundert Meter entfernt einkaufen.

Vorarlberger in Barcelona erzählen, wie sie den Terroranschlag erlebt haben.

Barcelona. Mitten in der Urlaubssaison trifft der Terror Spanien. Die Touristenmetropole Barcelona steht unter Schock. Als gegen 17 Uhr die Attentäter auf der Flaniermeile Las Ramblas ein Blutbad anrichteten, war Maria Ponsati (33) wenige Hundert Meter entfernt am Plaça de Catalunya einkaufen. „Plötzlich stürmten Menschen ins Geschäft“, schildert die gebürtige Spanierin, die seit einem Jahr an der Musikschule Walgau unterrichtet. Sicherheitspersonal habe sofort die Türen verschlossen. Als die VN die Musiklehrerin am Telefon erreichen, sitzt sie noch immer im Geschäft fest. Die Polizei habe alle aufgefordert, zu bleiben. Verkäufer würden sie mit Wasser versorgen. „Ich konnte zum Glück meine Angehörigen informieren, dass es mir gut geht.“

Über Entwarnung konnte sich gestern auch die Familie von Martina Gächter (31) in Vorarlberg freuen. Eigentlich wollte sie nach der Arbeit im Stadtzentrum von Barcelona ein Geschenk für ihren nächsten Heimatbesuch besorgen. Sie sei dann gegen 17 Uhr, also zum Zeitpunkt des Anschlags, doch in ihre Wohnung gefahren“, erzählt die Koblacherin im VN-Gespräch. Dort habe sie dann mitbekommen, was gerade passiert ist. „Ich habe gleich Arbeitskollegen und Freunde kontaktiert und natürlich auch meine Familie in Vorarlberg“, schildert sie ihre Erlebnisse. Die Stunden nach der Tat beschreibt sie als teils chaotisch, weil die Täter auf der Flucht waren. „Ein ungutes Gefühl“, sagt die Vorarlbergerin, die in Barcelona seit fünf Jahren im Tourismus tätig ist. Natürlich habe man im Hinterkopf gehabt, dass auch hier etwas passieren könnte. „Aber jetzt sitzt der Schock schon tief.“

Große Ungewissheit

Auch für Sarah Schnetzer (28) aus Dornbirn ist Barcelona die zweite Heimat geworden. Seit sieben Jahren lebt sie in der spanischen Metropole, arbeitet in der Nähe des Strandes etwa fünf Minuten mit dem Fahrrad vom Ort des Anschlags entfernt. „Es gibt viele Spekulationen und eine große Ungewissheit, was wirklich passiert ist“, schildert sie kurz nach der schrecklichen Tat dennoch mit einer gewissen Ruhe.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.