Oppositionsführer spricht von Wahlbetrug

Präsidentschaftskandidat Odinga erhebt schwere Vorwürfe.   reuters

Präsidentschaftskandidat Odinga erhebt schwere Vorwürfe.   reuters

Spekulation um Hacker­angriff bei kenianischem Urnengang.

nairobi. Nach der Präsidentschaftswahl in Kenia hat Oppositionskandidat Raila Odinga seinem Konkurrenten Uhuru Kenyatta Wahlbetrug vorgeworfen. Die Datenbank der Wahlkommission sei gehackt worden, behauptete der 72-Jährige am Mittwoch. Hacker hätten sich während der Wahlen Zugang zu dem System verschafft und es zugunsten von Amtsinhaber Kenyatta manipuliert. Woher Odinga diese Informationen hatte, gab er nicht bekannt. Offizielle Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Nach vorläufigen Teilergebnissen lag Kenyatta mit 54,4 Prozent der Stimmen vorne. Odinga erhielt demnach bislang 44,8 Prozent der rund 14,5 Millionen ausgezählten Stimmen. Die Wahlen am Dienstag waren nach Angaben von Polizei und Wahlbehörde weitestgehend friedlich verlaufen. Allerdings kam es am Mittwoch zu Protesten, unter anderem in der Hauptstadt Nairobi und im Westen Kenias. Nach den vorletzten Wahlen 2007 war Gewalt ausgebrochen, mehr als 1000 Menschen wurden getötet.

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