Trump schlägt sehr viel Misstrauen entgegen

Trump hat sich in einen 17-tägigen „Arbeitsurlaub“ verabschiedet. Seine Probleme bleiben.   Foto: AFP

Trump hat sich in einen 17-tägigen „Arbeitsurlaub“ verabschiedet. Seine Probleme bleiben.   Foto: AFP

Staatschef hat mit schlechten Umfragewerten zu kämpfen. Auch sonst droht Ärger.

washington. (VN) US-Präsident Donald Trump weilt derzeit in seinem privaten Golfclub in New Jersey. Ob er Entspannung findet, ist fraglich. Sowohl er selbst wie auch seine Mitarbeiter haben den Aufenthalt außerhalb Washingtons als „Arbeitsurlaub“ bezeichnet, zudem werden die Probleme des US-Staatschefs nicht weniger.

Aktuelle Umfragen sind kein Grund zur Freude für ihn: Wie aus einer in der Nacht auf Dienstag veröffentlichten Befragung im Auftrag des Senders CNN hervorgeht, zweifelt offenbar die Mehrheit der US-Amerikaner am Wahrheitsgehalt von Trumps Verlautbarungen: Drei Viertel misstrauen den meisten Mitteilungen aus dem Weißen Haus. Fast jeder Dritte (30 Prozent) glaubt „überhaupt nichts“ von dem, was der Regierungssitz verkündet. Selbst unter Republikanern begegnet nur jeder Zweite den Darstellungen überwiegend mit Vertrauen.

Ungemach droht Trump auch an anderen Fronten. Im Streit um die Einwanderungspolitik hat die Stadt Chicago Klage gegen die Regierung eingereicht. Der demokratische Bürgermeister Rahm Emmanuel will sich damit gegen die angedrohte Kürzung von Bundesmitteln wehren, wenn eine sogenannte Zufluchtsstätte („Sanctuary City“) im Kampf gegen illegale Einwanderung nicht wie gewünscht mit den Bundesbehörden kooperiert. In den USA gibt es weit über 100 Städte, Landkreise und sogar ganze Staaten, die sich zur Aufnahme von Einwanderern unabhängig von deren Status bekannt haben.

Außerdem ist die Trump-Regierung erstmals gezwungen, zu einem unliebsamen Report zum tiefgreifenden Klimawandel in den USA Farbe zu bekennen. Ein Regierungsbericht mit zahlreichen Belegen für die Entwicklung liegt dem Weißen Haus zur Freigabe vor. Laut „New York Times“, welcher der Report vertraulich zugespielt wurde, sind die verantwortlichen Wissenschaftler in großer Sorge, dass Trump ihn blockieren wird. Er widerspreche in allen Punkten seinen Aussagen, wonach ein Beitrag des Menschen zum Klimawandel nicht bewiesen sei. Der Report ist Teil einer Art nationalen Klimaberichts (National Climate Assessment), den der US-Senat alle vier Jahre anfordert.

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