Der Staatsrat bestimmt über Burkini-Streit

Muslimische Badebekleidung lässt die Wogen hochgehen.
Muslimische Badebekleidung lässt die Wogen hochgehen.

paris. Frankreichs Oberstes Verwaltungsgericht hat die umstrittenen Burkini-Verbote an französischen Stränden für unrechtmäßig erklärt. In einer Grundsatzentscheidung setzte der Staatsrat in Paris am Freitag das im südfranzösischen Badeort Villeneuve-Loubet verhängte Verbot des Ganzkörperbadeanzugs muslimischer Frauen aus. Dem voraus ging die Klage zweier Menschenrechtsgruppen vor dem Verwaltungsgericht gegen das Burkini-Verbot an einigen französischen Bade­stränden. Die Menschenrechtsliga und das Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich hatten Beschwerde gegen die Verordnung des Ortes Villeneuve-Loubet bei Nizza eingelegt.

Das Thema sorgt in Frankreich seit Tagen für politischen Zündstoff, auch in der Regierung. Insgesamt hatten etwa 30 Kommunen Ganzkörper-Badeanzüge für Musliminnen an ihren Stränden untersagt. Zudem demonstrierten am Donnerstag in mehreren europäischen Städten Frauen für ihr Recht der freien Kleidungswahl.

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