EU-Gipfel streitet um Klimaziele bis 2030

Europa bleibt beim Klimaschutz hinter ehrgeizigen Zielen zurück.

brüssel. (VN) Die 28 EU-Staaten wollen unter dem Druck Großbritanniens und Polens ihre Zielmarke für das Energiesparen bis zum Jahr 2030 abschwächen. Das ging gestern aus dem Entwurf der Abschlusserklärung für den EU-Gipfel in Brüssel hervor. Demnach soll die Vorgabe für die Energieeinsparung bis zum Jahr 2030 von den ursprünglich geplanten 30 Prozent auf 27 Prozent gesenkt werden.

Das sorgt für Streit. Mehrere Länder verlangen, die bisherigen ehrgeizigen Ziele weiter zu verfolgen. So will der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven an der 30-Prozent-Marke für die Einsparungen festhalten. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel möchte, „dass wir ein anspruchsvolles Klimaprogramm vorlegen“. Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien stimmten sich vor dem Gipfel ab: Für ihre Zustimmung zum Energie- und Klimapaket erwarten sie Fördergelder in Milliardenhöhe.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich vor dem Beginn des EU-Gipfels zum Klimaschutz zuversichtlich gezeigt: „Österreich würde sicher in einigen Punkten weitergehen. Aber ich gehe davon aus, dass wir einen Kompromiss zustande bringen.“ Das werde angesichts der vielfältigen Meinungslage zwar nicht leicht, aber: „Es muss etwas zustande kommen“, sagte er.

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