Westen drosselte Rüstungsausgaben

Alle anderen bauen aus: USA liegt weiterhin auf dem ersten Platz. Russland will aufholen.

STockholm. Drohende Konflikte, Wirtschaftsboom, die Entdeckung natürlicher Ressourcen: Warum Staaten aufrüsten, kann weltweit viele Gründe haben. Eins steht nach den neuen Zahlen des Stockholmer Instituts Sipri aber fest: Während die USA und Europa ihre Rüstungsausgaben 2013 unter Spardruck drosselten, schossen diese sonst fast überall in die Höhe.

Russland zieht kräftig an

So stattet Russland sein Militär immer üppiger aus – und könnte das Aufrüstungstempo im Schatten des Ukraine-Konflikts noch anziehen. Bis 2020 will Russland seine militärische Ausstattung modernisiert haben. Für 705 Milliarden US-Dollar will der Staat auch neue und bessere Waffen anschaffen. Schon jetzt liegt Moskau auf dem dritten Platz der Länderliste – hinter den USA und China. „Wenn sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weiterentwickelt, könnten einige Länder in Europa ihre militärischen Ausgaben wieder erhöhen“, sagt die Sipri-Expertin Carina Solmirano. Diese waren mit der Krise geschrumpft.

Hohe Ausgaben in Afghanistan

In Asien machte Afghanistan den größten Sprung, das „in Vorbereitung des Rückzugs der meisten ausländischen Truppen Ende 2014“ seine Kräfte aufstocke, wie Sipri-Experte Sam Perlo-Freeman erklärt.

Auch der afrikanische Kontinent drängte 2013 bei der Aufrüstung nach vorn. Und in Ländern wie Bahrain oder Saudi-Arabien ziehen die Ausgaben an, um „den Status Quo zu bewahren“, sagt Solmirano. „Manche Länder versuchen, Bewegungen wie die des Arabischen Frühlings zu unterdrücken.“ Indem sie ihr Militär stärkten, „verhindern sie gewalttätige Demonstrationen, die das Regime herausfordern können“.

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