„Anti-Terror-Operation“ im ukrainischen Osten

Spannungen nehmen zu: Moskau stellt Forderungen an den Westen.

Kiew. Nach massivem Drängen des Westens erklärte sich Moskau gestern erstmals zu direkten Gesprächen mit der ukrainischen Führung bereit, forderte aber eine Beteiligung der russischsprachigen Regionen des Landes. Möglich wäre etwa, Kandidaten aus dem Osten oder Süden für die vorgezogene Präsidentenwahl am 25. Mai an den Gesprächen zu beteiligen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. US-Außenminister John Kerry hatte ihn zuvor in einem Telefonat davon überzeugt, direkten Gesprächen mit den USA, der EU und der neuen Führung in Kiew zuzustimmen. Einen Termin für ein Treffen gab es zunächst nicht.

Unterdessen warnte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen den Kreml vor einer weiteren Intervention. Moskau dürfe keine „Eskalation“ im Osten der Ukraine herbeiführen, so Rasmussen in Paris.

Demonstranten in Haft

Die Spannungen nehmen jedoch weiter zu. Prorussische Demonstranten wurden gestern in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw aus einem von ihnen eingenommenen Verwaltungsgebäude vertrieben. Rund 70 von ihnen wurden festgenommen. Innenminister Arsen Awakow bezeichnete den Einsatz auf Facebook als eine „Anti-Terror-Operation“.

In der Stadt Donezk hielten prorussische Bewaffnete gestern weiterhin das Gebäude der Regionalverwaltung besetzt. Sie fordern einen Volksentscheid über eine Unabhängigkeit ihrer gleichnamigen Region.

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