NSU-Prozess wird bis Juni unterbrochen

München. Im Prozess um die Terroranschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) wollen zwei der Angeklagten aussagen. Die Verhandlung vor Gericht in München wurde gestern aber unterbrochen und soll erst am 4. Juni fortgesetzt werden. Bei den aussagewilligen Angeklagten handelt es sich um Carsten S. und Holger G. Ersterem wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen, Holger G. ist als Unterstützer der Gruppe angeklagt. Die Anwälte der Hauptangeklagten Beate Zschäpe erklärten hingegen in der mündlichen Verhandlung erneut, dass ihre Mandantin keine Aussage machen werde. Zschäpe wird eine Mittäterschaft unter anderem an zehn Morden in den Jahren 2000 bis 2007 zur Last gelegt. Auch der Angeklagte André E. will sich nicht vor Gericht äußern. Die Anwältin von Ralf Wohlleben kündigte eine Erklärung an.

Zuvor erhöhte Richter Manfred Götzl das Tempo des Prozesses und verhandelte zahlreiche Anträge von Verteidigung und Nebenklägern. Zschäpes Anwälte forderten zudem, den Prozess auszusetzen oder für drei Wochen zu unterbrechen, um Einsicht in die Akten der parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschüsse zu nehmen.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.