Anhänger und Gegner von Assad schießen im Libanon aufeinander

Im Libanon ist das Militär aufgrund der Spannungen auf den Straßen allgegenwärtig. Foto: Reuters
Im Libanon ist das Militär aufgrund der Spannungen auf den Straßen allgegenwärtig. Foto: Reuters

Damaskus. Das möglicherweise von Syrien orchestrierte Bombenattentat auf einen Geheimdienstgeneral versetzt den Libanon in Aufruhr. In der nördlichen Stadt Tripoli schossen Anhänger und Gegner des syrischen Regimes auch gestern aufeinander. In der Hauptstadt Beirut stritten die politischen Parteien darüber, ob US-Ermittler bei der Untersuchung des Anschlags helfen dürfen oder nicht. Die schiitische Hisbollah-Bewegung will die FBI-Ermittler nicht, die Regierungschef Nadschib Mikati nach Beirut eingeladen hat.

Baschar al-Assad begnadigt Gefangene

Syriens Präsident Baschar al-Assad begnadigte vor dem islamischen Opferfest eine große Zahl von Verbrechern. Demnach sollen alle Gefangenen freigelassen werden, die älter als 69 Jahre alt und weder zum Tode noch zu lebenslanger Haft verurteilt worden sind. Die inhaftierten Revolutionäre, die im Jargon der Behörden „Terroristen“ genannt werden, sind von dieser Amnestie jedoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana ausgenommen.

Mehr als 358.000 Flüchtlinge aus Syrien

Mehr als 100.000 Syrer haben nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen im Libanon Schutz vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat gesucht. Wie das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) gestern mitteilte, sind damit mehr als 358.000 Flüchtlinge in vier Nachbarstaaten registriert – der Türkei, Jordanien, dem Irak und Libanon.

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