Neue Spielregeln für Bauern

von Johannes Huber

Besteuerung: Belastungen erwartet, Moosbrugger sieht „notwendige Adaptierungen“.

Wien. (VN-joh) Die Regierungsparteien haben sich gestern auf neue Besteuerungsregeln für Landwirte geeinigt, die ab 1. Jänner 2014 gelten sollen: Grundlage bleibt der Einheitswert. Neben der Fläche sollen für diesen aber auch der Viehbestand und Betriebsprämien berücksichtigt werden. Die Grenze für die Vollpauschalierung soll von 100.000 auf 75.000 Euro Einheitswert gesenkt werden. Eine Buchführung soll ab 130.000 Euro notwendig werden. Gewinne sollen schließlich nicht mehr mit 39, sondern mit 42 Prozent besteuert werden.

Der Präsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer, Josef Moosbrugger, bekennt sich zu den Änderungen: „Das sind notwendige Adaptierungen, die den Bedenken des Verfassungsgerichtshofs Rechnung tragen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Forderungen der SPÖ noch dramatischere Folgen gehabt hätten.“

„Die Änderungen werden durchaus auch in Vorarlberg bei verschiedenen Betriebs­typen zu Belastungen führen“, so Moosbrugger. Das Ausmaß sei noch nicht absehbar, betroffen dürften aber vor allem „viehhaltungsstarke Betriebe“ sein.

Agrarlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) meint: „Wichtig ist, dass die Pauschalierung bleibt und dass der Einheitswert für die Zukunft klar geregelt wird. Das gibt den Bauern Sicherheit.“

Viehhaltungsstarke Betriebe dürften betroffen sein.

Josef Moosbrugger, Kammer-chef
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