Facelift? An diesem Gesicht etwas ändern wäre unverzeihlich

Die Giulia ist eine klassische Schönheit, das Facelift nur ein technisches Update. Die sportliche Limousine ist ein klassisches Fahrerauto geblieben. VN/sams

Die Giulia ist eine klassische Schönheit, das Facelift nur ein technisches Update. Die sportliche Limousine ist ein klassisches Fahrerauto geblieben. VN/sams

Die Giulia hat ein technisches Update erhalten.

Alfa-Romeo Nicht jede Übersetzung trifft ins Schwarze. Das Facelift der Giulia 2020 ist nur ein technisches Update. Ihr Gesicht, wenn auch nur behutsam, zu verändern wäre Barbarei. So ist mit der Überarbeitung alles geblieben, wie es war. Und das ist gut so. Schönheit ist in ihrem Fall zeitlos, das Design der Limousine herausragend – eine „bella macchina“ eben.

Die Zeit rennt in anderen Bereichen, der Digitalisierung etwa. Genau dort hat Alfa-Romeo jetzt nachgebessert und die Giulia mit neuen Assistenzsystemen und einem neuen Infotainment mit Touchscreen in die Gegenwart gebracht. Zudem wurde der Innenraum aufgewertet, ein neues Lenkrad hielt Einzug. Auch die Ausstattungslinien wurden neu sortiert. Wir haben für den Test den Sprint ausgefasst, mit sportlichen Akzenten innen wie außen.

Wer Autos mag, wird die Giulia lieben. So einfach ist das. Schon auf den ersten Metern verwöhnt die Italienerin mit leidenschaftlichem Temperament. Der Einstiegs-Benziner mit zwei Litern Hubraum leistet satte 200 PS, beschleunigt den 1500 Kilogramm schweren Fünfsitzer in 6,6 Sekunden auf Tempo 100. Angetrieben werden die Hinterräder, was der Fahrdynamik in die Hände spielt. Dazu eine fein abgestimmte Lenkung, die präzise arbeitet, ein Fahrwerk, das straff, aber keineswegs unbequem abgestimmt ist – so muss sich eine sportliche Limousine fahren. Überhaupt: die Giulia bleibt ein klassisches Fahrerauto, trotz der neuen Möglichkeiten beim teilautonomen Fortbewegen (Level 2). Das wunderbar in der Hand liegende Lenkrad will nicht aus derselben gegeben werden. Die Zukunft muss warten.

Wenn man so will, arbeitet unter der Haube auch eher die Vergangenheit. Die Motoren sind leistungsstark, emotional, aber nicht sonderlich sparsam. Im Falle des „kleinen Benziners“ sind es Normverbrauchswerte von knapp 8 Litern bzw. 9,5 Liter im Test. Die Elektrifizierung lässt auf sich warten, womit auch klar ist, was das nächste Facelift bringen muss – jedenfalls kein neues Gesicht. VN-MIG

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 2-Liter-Vierzylinder Benziner, 200 PS, 330 Nm; 8-Gang-Automatik, Heckantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 6,6 Sek, 235 km/h Spitze; 7,6-8 l Verbrauch; Test (9,5 l)

Preis ab 46.700 Euro; Testwagen: 48.700

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