VN-Testbericht. Golf 8 TDI

Neues Zuhause in der digitalen Welt

von Hanna Reiner
Der Golf verändert sich optisch von Modellgeneration zu Modellgeneration, wenn auch nur behutsam. VN/Steurer

Der Golf verändert sich optisch von Modellgeneration zu Modellgeneration, wenn auch nur behutsam. VN/Steurer

Optisch nur behutsam verändert, zeigt der Golf 8 im Cockpit fast schon revolutionäre Züge.

Vw „Hallo Volkswagen, mir ist kalt“, so der Wunsch des Fahrers. „Alles klar, ich stelle die Temperatur beim linken Vordersitz höher“, so die Antwort. Gespräche dieser Art können im neuen Golf 8 stattfinden. Dank optionaler Sprachbedienung kann nicht nur Radio, Navigation und Telefon, sondern auch die Klimaanlage bedient werden.

Angekommen in der digitalen Welt, ist es kaum vorstellbar, dass das Debüt des ersten Golfs vor 46 Jahren stattfand. Dieser lief im März 1974 von den Produktionsbändern in Wolfsburg.

Wenn nun die Neuauflage rein optisch nur behutsam aufgefrischt wurde, so wurde umso mehr an der Digitalisierung der Kompaktklasse gefeilt. Herausgekommen ist quasi der digitalste Golf aller Zeiten, der damit ein großes Stück weit weg vom Vertrauten geht.

Digitalisierung serienmäßig

Das digitale Cockpit im Golf 8 gibt es serienmäßig. Auf dem Farbdisplay lassen sich – frei nach der Tetris-Methode – alle Inhalte beliebig anordnen, die einem wichtig erscheinen, Klassiker wie Tachometer, Reichweite oder Verbrauch. Aber genauso lassen sich auch die Assistenzsysteme oder die Navigationskarte anzeigen. Will man nur schnell mal einen Blick auf den Kilometerstand werfen, bedarf das einer optischen Neudarstellung. Es lohnt sich also, sich vor dem Fahrvergnügen dem Studieren der Bedienungsanleitung zu widmen, um mit dem Verschwinden von Schaltern und Reglern zurechtzukommen. So kommt man dann auch wieder zu jener intuitiven Bedienung, wie man sie es vom Golf immer gewohnt war. Und wenn man den Überblick hat, wird man kaum je wieder etwas anderes wollen.

Wie gesagt: rein optisch bewegt sich der VW in recht gewohntem Terrain. Die Scheinwerfer und Rückleuchten sind etwas schmaler gehalten, was ihm eine schnittigere Note verpasst. Insgesamt bleibt er aber ein zeitloser Klassiker, der mit schlüssigem wie vertrautem Design aufwartet.

Ausreichend Platz

Auch beim Platzangebot vorne und im Fond bei nahezu gleichbleibenden Proportionen demonstriert er weiterhin hohe Alltagstauglichkeit. Das Sechsganggetriebe schaltet sich exakt, das Fahrwerk ist gut abgestimmt, für sicheres Dahingleiten sorgen serienmäßige Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent oder Fußgängererkennung. Ein weiteres Feature nennt sich Car2X. Damit kann mittels Schwarmintelligenz vorausschauend vor Gefahren gewarnt werden. Die Funktion nutzt dabei die Informationen anderer Fahrzeuge im Umfeld von bis zu 800 Metern sowie Signale der Verkehrsinfrastruktur. Der neue Golf ist aktuell neben Benzin- und Dieselmotoren mit einer Leistung zwischen 115 und 150 PS auch mit einem sogenannten „Mild-Hybridantrieb“ zu haben. Das sind Benzinmotoren, die an ein 48-Volt-System plus Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt sind und laut Hersteller eine Verbrauchseinsparung von rund zehn Prozent bringen sollen.

Neue Namen bei Ausstattung

Dass die Ausstattungslinien nun nicht mehr Trend-, Comfort- und Highline, sondern Golf, Life, Style und R-Line heißen, ist eine weitere Neuerung, die aber am Gesamtbild des neuen Golf 8 nicht viel ändert: Er bleibt alltagstauglich und kompakt und ist nun auch voll in der digitalen Welt zuhause.

<p class="caption">Willkommen in der neuen digitalen Cockpitwelt des VW Golf. VN/Steurer</p>

Willkommen in der neuen digitalen Cockpitwelt des VW Golf. VN/Steurer

Der Golf 8 geht nur in Sachen Digitalisierung ein großes Stück weit weg vom bisher Vertrauten.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder Diesel mit 115 PS, 300 Nm; 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 10,2 Sek; Spitze 202 km/h, Verbrauch 4,7 l (Test 5,5 Liter)

Preis ab 29.390 Euro; Testauto: 31.209 Euro

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