Dieselautos haben bei Vorarlbergern schweren Stand

Mit Aktionen wie den Vorarlberger Autotagen wird die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Land hochgehalten.   VN/Steurer

Mit Aktionen wie den Vorarlberger Autotagen wird die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Land hochgehalten.   VN/Steurer

Im ersten Quartal 2018 sind Diesel-Neuzulassungen um ein Drittel rückläufig.

Automarkt Der Motor brummt. Vorarlbergs Autohandel verzeichnet eine ungebremst hohe Nachfrage nach Neufahrzeugen. So wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 4071 Pkw neu zum Verkehr zugelassen. „Damit liegt der Absatz auf dem hervorragenden Niveau des Vorjahres“, freut sich Manfred Ellensohn, Fachgruppensprecher in der Wirtschaftskammer. 2017 war das beste Autojahr in der Geschichte, 2018 hat vielversprechend begonnen. „Die Kennzahlen sind gut. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir heuer ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2017 erreichen können“, so Ellensohn.

Die Konstanz in den Zulassungszahlen trügt auf den ersten Blick. Eine genauere Analyse zeigt enorme Verschiebungen etwa bei den Antriebsarten. So haben viele Käufer Dieselautos den Rücken gekehrt. Speziell in kleineren Fahrzeugsegmenten dominieren Benzinmotoren. Der Dieselanteil ist gesamt in Vorarlberg im ersten Quartal 2018 auf 37,4 Prozent zurückgegangen – ein historisch niedriger Wert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Dieselzulassungen mit 2169 Fahrzeugen noch bei 53 Prozent – heuer wurden indes mit 1523 Dieselautos um fast ein Drittel weniger im Land gekauft. Gleichzeitig sind die Absatzzahlen bei Benzin- und Hybridmodellen in die Höhe geschnellt. Hybride haben im ersten Quartal um 33 Prozent zugelegt. Der Marktanteil von Benzinern ist von 42 Prozent zum Jahresstart 2017 auf 56 Prozent im heurigen Jahr angestiegen. Zuwachsraten im zweistelligen Bereich verzeichnen auch Elektroautos. So wurden laut jüngsten Zahlen 107 Fahrzeuge mit Batterieantrieb zugelassen. Die Steigerung zum ersten Quartal des Vorjahres liegt damit bei 39 Prozent. Dass die Dieselnachfrage weiter sinken wird, glaubt Ellensohn nicht. Auf langen Strecken, für Kunden mit hohen Kilometerleistungen und für schwere Fahrzeuge habe der Diesel seine Berechtigung. Ellensohn erwähnt zudem, dass die neuen Modelle durch technische Maßnahmen auch entsprechend sauber seien.

Regionale Unterschiede

Der Vorarlberger Automarkt entwickelt sich, auch das zeigt eine Detailanalyse, regional höchst unterschiedlich. So verzeichneten die Zulassungsbehörden im Bezirk Bregenz mit 1205 Neufahrzeugen ein Zulassungsplus von 17,8 Prozent. Im Einzugsgebiet der Bezirkshauptmannschaft Bludenz sind die Zulassungen hingegen um 21,5 Prozent (694) zurückgegangen. Konstant entwickeln sich die Zahlen in Dornbirn (956 Zulassungen, plus 1,9 Prozent) und Feldkirch (1216 Zulassungen, minus 1,1 Prozent).

Konstanz gibt es auch bei der Bedeutung der Fahrzeugsegmente. Ungebrochen beliebt sind bei den Vorarlbergern Kompakt-SUV. Ihr Verkaufsanteil bewegt sich bei 27,3 Prozent (1110 Fahrzeuge). Ebenfalls stark nachgefragt sind kleine Stadtautos (839 Fahrzeuge, plus 11,4 Prozent). Das größte Wachstum verzeichnen die Statistiker bei großen Geländewagen. Mit 269 Neuzulassungen liegt die Steigerung bei über 55 Prozent.

Die Vorzeichen für ein Erfolgsjahr sind, so Ellensohn, gut. Die Rahmenbedingungen könnten jedenfalls besser kaum sein. VN-MIG

<p class="caption">Mit Aktionen wie den Vorarlberger Autotagen wird die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Land hochgehalten.   VN/Steurer</p>

Mit Aktionen wie den Vorarlberger Autotagen wird die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Land hochgehalten.   VN/Steurer

„Was den Abwärtstrend bei Dieselautos betrifft, so dürfte die Talsohle erreicht sein.“

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