VN-fahrbericht. Suzuki Baleno

Auch die Fliehkraft ist jetzt messbar

von franz Muhr
Der neue Baleno: Mit ihm hofft Suzuki in Österreich auf eine weitere Expansion (2015 plus 24 Prozent).
Der neue Baleno: Mit ihm hofft Suzuki in Österreich auf eine weitere Expansion (2015 plus 24 Prozent).

Einstmals eine graue Maus. Jetzt ist der Suzuki Baleno für Überraschungen gut.

Suzuki. Da ist einmal das neue Gesicht. Der Wandel vom gesichtslosen Allerweltsauto der späten Neunziger-Jahre zum durchaus attraktiven Typ zwischen Kleinwagen- und Kompaktformat ist durchaus gelungen. Die komplett neue Linienführung macht den Japaner als Suzuki erkennbar, unverwechselbar. Und das ist schließlich die wichtigste Grundlage für die Erfolgschancen eines Autos, das gegen Polo & Co. punkten möchte.

Mehr Technik

Suzuki versucht’s aber nicht nur mit einer neuen leichten Plattform und Außenhaut sowie einer übers absolute Kleinwagenformat hinausreichenden Länge von knapp vier Metern. Im neuen Baleno ist auch eine ordentliche Portion Technik drin, die man in deutschen und anderen Konkurrenten nicht findet. Das kleine „Großformat” ermöglicht neben sportiv-straffer Möblierung ordentlich Raum auch für die Hinterbänkler und einen ansehnlichen Kofferraum von 355 Litern.

Solide Autos zu moderaten Preisen aus einer kleinen Modellpalette, teils mit robuster Allradtechnik, das war schon immer Suzuki-Strategie. Die kompakten Autos des Motorrad-Spezialisten waren allerdings keine Flüstermodelle und vom Komfort her eher schmucklos.

Der Baleno blieb überhaupt ziemlich unauffällig. Jetzt tritt er, aus indischer Fabrikation stammend, aus seinem eigenen Schatten heraus und bietet etliche Features in Sachen Ausstattung und Antriebstechnik.

Parken und auf die Fahrspur achten muss man zwar nach wie vor in Eigenregie. Aber als erster Suzuki fährt der Baleno immerhin mit Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Auch ein Touchscreen-Navi samt iPhone-Integration ist (auf Wunsch) an Bord.

„Mild Hybrid“

Neben dem Basis-Triebwerk mit 1,2 Litern Hubraum und 90 PS erfüllen zwei weitere Motorvarianten die Suzuki-Techniker mit Stolz: der „Mild Hybrid“, für den die Japaner den Anlasser des 1,2-Liter gegen einen integrierten Starter Generator tauschen einschließlich Lithium-Ionen-Batterie im Wagenboden. Zum elektrisch Fahren reicht das nicht, aber als Start-Stopp-Automatik unterstützt diese Technik den Vierzylinder beim Anfahren und Beschleunigen. Das drückt den Verbrauch in die Gegend von 4,0 Litern. Grund genug für Suzuki, sich einen Diesel-Baleno einfach zu sparen.

Boosterjet nennt sich die andere neue Motortechnik verheißungsvoll. Sie steht für den Einliter-Dreizylinder-Turbo, der 112 PS mobilisiert. Er macht dem auf einer völlig neu entwickelten Plattform wandelnden Baleno ordentlich Beine. Ein Leisetreter ist er nicht, der Boosterjet. Läuft 200 km/h der Baleno mit dem Downsize-Dreizylinder.

Damit nicht genug des sportlichen Beiwerks: Auf dem Display kann man sich, ähnlich wie bei Hochleistungssportwagen, die aktuell einwirkenden Fliehkräfte anzeigen lassen. Sie sind durchaus verkraftbar.

Neues Outfit, mehr Raum, mehr Technik.
Neues Outfit, mehr Raum, mehr Technik.
Cockpit: eine Fülle von Infos.
Cockpit: eine Fülle von Infos.

Fakten

Motoren: 1,2-Liter-Vierzylinder, 90 PS, und 1,0-Liter-Dreizylinder, 112 PS

Preise: ab 13.690 Euro

Markteinführung: Mitte Mai

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