VN-testbericht. Range Rover Evoque

Wie beim Kegeln: Alle neune

von Michael Gasser
Erfolgsfaktor Design: Range Rover bietet mit dem Evoque einen der attraktivsten Vertreter im Kompakt-SUV-Segment. Fotos: VN/Steurer
Erfolgsfaktor Design: Range Rover bietet mit dem Evoque einen der attraktivsten Vertreter im Kompakt-SUV-Segment. Fotos: VN/Steurer

Volltreffer: Beim Range Rover Evoque wechseln neun Gänge automatisch. Prima Sache.

Range Rover. Diese Rechnung ist aufgegangen. Mit dem „Baby-Range“ ist den Briten ein Volltreffer geglückt. Der Kompakt-SUV Evoque geht weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Innerhalb kürzester Zeit ist er zum populärsten Vertreter der Modellfamilie avanciert.

Der Erfolg des Range Rover Evoque ist kein Zufallsprodukt. Sein begeisterndes Design hat ihm Ruhm und Ehre eingebracht. Mit den coupéhaften Linien haben die Briten den Stil der großen Range-Rover-Modelle erfolgreich in ein kleineres Segment transferiert. Kompakt in den Abmessungen wirkt er ganz und gar nicht wie das Baby der Modell-Familie. Vielmehr bietet er einen standesgemäßen Look im Kleinformat.

Mit dem Modelljahr 2014 hat Land Rover dem Evoque weitere technische Highlights verpasst. So kommt bei den Diesel-Varianten jetzt wahlweise ein Neun-Gang-Automatikgetriebe des Zulieferers ZF zum Einsatz. Beim Benziner ist es Serie. Und damit haben die Briten mit Unterstützung vom Bodensee die Nase vorne. Es ist das erste seiner Art in einem Pkw und ersetzt die bisherigen 6-Gang-Automaten.

Zum Vorgänger-Getriebe ist die Neun-Gang-Automatik der Logik folgend feiner abgestuft und es ist leichter. Das bringt in der Praxis, wie ausführliche Testfahrten der VN gezeigt haben, einen noch besseren Schaltkomfort und verspricht niedrigere Verbrauchswerte. Im Normzyklus (6 Liter) liegt der Evoque mit Automatikgetriebe nur mehr 0,3 Liter über dem Schalter. Das kann sich sehen lassen. Mit 7,8 Litern lag der Testverbrauch allerdings doch deutlich über dem niedrigen Norm-Wert.

Feinste Fahrleistungen

Dafür sind die Fahrleistungen sehr ansprechend. Mit 190 PS unter der Haube fehlt es an gar nichts. 0 auf 100 in 8,5 Sekunden, Spitze bei 195 km/h. Und Traktionsgarantie bieten Range-Rover-Modelle dank Allradantrieb seit Generation – auch wenn jetzt mit dem Evoque wahlweise erstmals eine rein frontgetriebene Version angeboten wird. Im Testfahrzeug drehten Range-Rover-typisch alle vier Räder. Ganz wie es sich gehört.

Wie es sich für einen Range Rover gehört, präsentiert sich auch der Innenraum. Abgesehen vom wenig überzeugenden Navigationssystem setzt der Evoque in Verarbeitungsqualität und Materialanmutung Maßstäbe. Fazit: außen prima, innen exzellent und technisch allerfeinst.

Positiv: Alle neune - das Neun-Gang-Getriebe von ZF ist eine prima Sache. Es bietet feinsten Schaltkomfort.
Positiv: Alle neune - das Neun-Gang-Getriebe von ZF ist eine prima Sache. Es bietet feinsten Schaltkomfort.
Negativ: Die Sicht nach hinten ist designbedingt eingeschränkt, schwaches Navigationssystem.
Negativ: Die Sicht nach hinten ist designbedingt eingeschränkt, schwaches Navigationssystem.
Im Innenraum setzt der Evoque Maßstäbe.
Im Innenraum setzt der Evoque Maßstäbe.
Prima Technik: Neun Gänge und Allradantrieb.
Prima Technik: Neun Gänge und Allradantrieb.

Fakten

» Motor/Antrieb: 2,2-Liter-Diesel-Aggregat, 190 PS Leistung, 420 Nm Drehmoment, 9-Gang-Automatikgetriebe, Allradantrieb

» Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 8,5 Sek, Spitze: 195 km/h, Verbrauch 6 l (160 g CO2/km) Test: 7,8 Liter

» Preis: 53.850 Euro: Testwagen: 65.785 Euro (Ab-Preis: 35.750 Euro)

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