VN-Testbericht. Hyundai i40 Limousine

Gelungene Überzeugungsarbeit

von franz Muhr
Hyundai i40 Limousine: markante, komfortable Erscheinung in der Mittelklasse. Fotos: vn/Steurer
Hyundai i40 Limousine: markante, komfortable Erscheinung in der Mittelklasse. Fotos: vn/Steurer

Schon der Kombi hat uns überzeugt. Das gelingt auch der Limousine des Hyundai i40.

Hyundai. Sie beweist in ihrer Eleganz, dem noblen Auftritt, dem feinen Innenleben und einer kultivierten Kraftquelle, dass Koreas Top-Marke nicht nur beim Publikum an Boden gewinnt. Auch von der Konkurrenz muss sie ernst genommen werden, ob diese nun aus Deutschland, Frankreich oder Japan kommt. Seit der Einführung der ,,i“-Reihe sind die Zeiten der zweitklassigen Preisbrecher aus Korea vorbei.

Zum Vorgänger Sonata machte die i40 Limousine einen spektakulären Qualitätssprung. Im europäischen Hyundai-Designstudio in Rüsselsheim gestylt, sozusagen auf Tuchfühlung mit Opel, bietet der Asiate Konkurrenten vom Schlage eines Opel Insignia, Ford Mondeo oder Mazda6 durchaus Paroli. Auch neben einem VW Passat oder einem Skoda Superb macht die 4,74 m lange Limousine gute Figur.

Gleit-Heck

„Fluid Sculpture“ nennen die Koreaner ihre neue Designsprache. Und bei der i40 Limousine wird sie besonders geschickt angewandt. ,,Stufenheck light“ könnte man sagen. Der Hyundai endet nicht in einer langen Kofferraumhaube, sondern präsentiert sich als gelungene Mischung zwischen Stufen- und Fließheck. Selten fand der Schick einer neuen Limousine so viel Lob wie beim i40.

Attraktiver Preis

Tritt überzeugend und hervorragend ausgestattet auf, kostet aber immer noch deutlich weniger als die Konkurrenz. Und praktisch ist sie auch die i40 Limousine. Großer Kofferraum (525 Liter!), gutes Raumgefühl, auch in der zweiten Reihe – und ein Cockpit, an dessen Qualität und Haptik sich so manche ein Beispiel nehmen könnten. Der Innenraum gefällt durch viele Ablagen. Es herrscht Ordnung im Koreaner – und es gibt sogar Lüftung für die kommoden Sitzmöbel.

Ein Navi von beispielhafter Funktionalität mit hochauflösendem Bildschirm ist drin, Einparkhilfe, Xenonlicht, ein Panorama-Schiebedach und so manches, was man andernorts teuer bezahlt.

Flüsterdiesel

Auch mit seinem Antrieb setzt sich der Fronttriebler gut in Szene. Der laufruhige 1,7-Liter-Turbodiesel agiert leise, nicht übermäßig temperamentvoll, aber sparsam und gut zum Stil der Limousine passend. Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt, holpert auf groben Unebenheiten. Der Koreaner untersteuert beträchtlich. Sein ESP hat sich dem hohen Gesamtniveau noch nicht angepasst.

Hyundai i40. Ergänzende Informationen des Herstellers.

Das Heck: ein eleganter ,,Verschnitt“.
Das Heck: ein eleganter ,,Verschnitt“.
Ein Cockpit mit besonderem Ambiente.
Ein Cockpit mit besonderem Ambiente.
Negativ: Auf holprigem Grund verliert das elegante Auto an Schluckvermögen, Tendenz zum Untersteuern.
Negativ: Auf holprigem Grund verliert das elegante Auto an Schluckvermögen, Tendenz zum Untersteuern.
Positiv: Attraktiv gestylte Limousine zu moderaten Preisen, auch für die Flotte prädestiniert, sehr sparsam.
Positiv: Attraktiv gestylte Limousine zu moderaten Preisen, auch für die Flotte prädestiniert, sehr sparsam.

Fakten

» Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, 1685 ccm, max. Leistung 136 PS, max. Drehmoment 325 Nm; Frontantrieb, Sechsgangschaltung

» Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 10,3 Sekunden, Spitze 201 km/h; 4,7 l (124 g CO2/km), Testschnitt: 5,7 l

» Preis: 30.990 Euro (Style)

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