Goodbye royales Leben – Ein Jahr Megxit

Seit einem Jahr gehen das Königshaus und das Paar getrennte Wege.  AP

Seit einem Jahr gehen das Königshaus und das Paar getrennte Wege.  AP

Vor einem Jahr verkündeten Harry und Meghan den Rückzug von ihren royalen Pflichten.

London Wie ein Schlag traf die Nachricht das britische Königshaus: Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, machen Schluss. Goodbye, royales Leben mit Verantwortung und Verpflichtungen. Hello, Privatleben mit Selbstständigkeit und eigener Meinung. Am heutigen Freitag ist es ein Jahr her, dass die beiden ankündigt haben, sich von ihren royalen Pflichten zurückziehen und auf eigenen Beinen stehen zu wollen.

Sinn des Megxit war es, die Dinge anders zu machen, als es normalerweise für Royals üblich ist. Dennoch sorgt es regelmäßig für Schlagzeilen, wenn das Paar tatsächlich mit royalen Traditionen bricht und neue Wege geht. Bei der US-Wahl berichteten etwa zahlreiche amerikanische Medien, als die 39-jährige Meghan ihren Stimmzettel in die Wahlurne geworfen hatte. Mitglieder der königlichen Familie geben traditionell bei Wahlen keine Stimme ab.

In Großbritannien wurden Harry und Meghan auf Schritt und Tritt von der Presse verfolgt und mussten aushalten, wie andere sie in der Öffentlichkeit darstellten. Sie liefern sich seit Jahren einen erbitterten Streit mit der Boulevardpresse. Die Fehde gilt sogar als einer der Hauptgründe für den Abgang des Paares. Mehrfach hatten Harry und Meghan auch gegen einzelne Medien geklagt.

Selbstinszenzierung

Seit dem Megxit setzt das Paar zunehmend auf Selbstinszenierung. Ob Video-Statement, Zeitungsbeitrag oder professioneller Streaming-Content: Harry und Meghan wollen selbst bestimmen, wie die Welt sie wahrnimmt. Und das nehmen sie sehr ernst. Zu einer kleinen Zeremonie in den USA zum Volkstrauertag luden die beiden nur eine kleine Schar ausgewählter Fotografen – dafür gab es sowohl aus der Medienbranche als auch aus royalen Kreisen Kritik. Teil der Inszenierung ist auch eine recht große, sehr bewusst arrangierte Offenheit. So berichtete Meghan in der „New York Times“ im November emotional über eine Fehlgeburt.

Millionenschwere Deals

Ihrem Ziel, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, dürften Harry und Meghan ein deutliches Stück näher gekommen sein. Dafür sorgen millionenschwere Deals mit den Streaming-Plattformen Netflix und Spotify, auf denen sie Filme, Serien und Podcasts herausbringen wollen. Allein der Netflix-Vertrag hatte ein Volumen von mehr als 100 Millionen Pfund (110 Mill. Euro). Kritiker betonen, dass die Deals keinesfalls selbst erarbeitet seien – ohne den berühmten Namen und den Promi-Status wären sie kaum vorstellbar. Mit einer eigenen Produktionsfirma wollen Harry und Meghan für Netflix Dokumentationen, Spielfilme und Angebote für Kinder produzieren. Kurz vor dem Jahreswechsel gab das Paar zudem sein Podcast-Debüt.

Die Einigung mit dem Königshaus sah vor, nach einem Jahr den Prozess zu bewerten und zu vereinbaren, wie es weitergeht. Dabei geht es etwa darum, dass das Paar auf die lukrative Marke „Sussex Royal“ und die Anrede „Königliche Hoheit“ verzichtet. Palast-Insider mutmaßten jedoch bereits, mit den Netflix- und Spotify-Deals sei eine Rückkehr in die Reihen der Royals nahezu ausgeschlossen.

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