VN-Interview. Désirée Nosbusch (55), Schauspielerin und Moderatorin

„Die Rolle als Hexe fand ich toll“

Désirée Nosbusch ist eine vielbeschäftigte Schauspielerin und Moderatorin.

Désirée Nosbusch ist eine vielbeschäftigte Schauspielerin und Moderatorin.

Désirée Nosbusch über ihren Gruselauftritt in einem Märchenfilm und die Serie „Bad Banks“.

Mainz Eine brave Königstochter, ihre wilde Zwillingsschwester mit dem wenig schmeichelhaften Namen Zottelhaube und drei Hexen, die eine der beiden entführen: Der Märchenfilm „Die Hexenprinzessin“, der am 27.12. im ZDF zu sehen ist, hat alles, was Kinder und auch viele Erwachsene lieben. Für ihre Rolle als eine der bösen Hexen ließ sich Désirée Nosbusch so gruselig schminken, dass sie kaum wiederzuerkennen ist.

 

Frau Nosbusch, im Weihnachtsmärchen „Die Hexenprinzessin“ spielen Sie eine böse und hässliche Hexe. Hat’s Spaß gemacht?

Nosbusch Oh ja. Ich hatte vorher noch nie die Chance, bei einem Märchen mitzuspielen und habe es deshalb sehr genossen.

 

Sie sind mit den langen grauen Haaren und dem vernarbten Gesicht kaum wiederzuerkennen. Sind Sie erschrocken, als Sie sich in dieser Aufmachung zum ersten Mal im Spiegel gesehen haben?

Nosbusch Ich fand das klasse. Ich bin ja auch für „Bad Banks“ auf älter geschminkt worden, und ich kann nur sagen, wenn man das einmal für sich selber akzeptiert hat, dann ist das ungeheuer befreiend.

Es war eine Befreiung vom Schönheitsdiktat, unter dem man als Schauspielerin oft steht?

Nosbusch Total, und ich habe seit „Bad Banks“ auch überhaupt keine Probleme mehr damit. Ich habe damals bei den Dreharbeiten geschluckt, als ich mir da zum ersten Mal die graue Perücke aufsetzen musste, und gedacht: „Okay, jetzt hast du mal eine tolle Rolle und musst so aussehen.“ Aber im Nachhinein muss ich sagen, es war genau richtig so.  

 

Für Sie war „Bad Banks“ ja auch ein Comeback, oder?

Nosbusch Ich tu mich ein bisschen schwer mit dem Wort Comeback, weil ich ja nie ganz weg war.

 

Immerhin waren Sie aber ein paar Jahre nicht im Fernsehen zu sehen.

Nosbusch Das schon, aber ganz weg war ich nie, ich habe immer gearbeitet. Abgesehen davon ist aber auch Fakt, dass „Bad Banks“ für mich eine tolle Gelegenheit war, mich als Schauspielerin neu zu platzieren. Es war ein großes Geschenk, und ich kann jetzt zwischen mehreren Drehbüchern auswählen. Das konnte ich vorher nicht. 

Filme wie „Die Hexenprinzessin“ gehören zu Weihnachten wie Christbaum und Lebkuchen. Was macht für Sie Weihnachten aus? 

Nosbusch In erster Linie das Zusammensein in der Familie. Meine Kinder sind jetzt 25 und 22 und leben in den USA, und obwohl wir alle ein bewegtes Leben auf verschiedenen Kontinenten führen, waren wir noch nie an Weihnachten getrennt. An Heilig Abend sind wir immer zusammen.

 

Feiern Sie in den USA oder in Luxemburg, wo Sie leben?

Nosbusch Dieses Jahr in den USA, wir feiern aber auch oft in Luxemburg. Oft sind dann auch meine Mutter und mein Bruder mit seiner Familie dabei, die ja auch in Luxemburg leben.

 

Was wünschen Sie sich für 2021?

Nosbusch In erster Linie Gesundheit für meine Lieben und mich. Nach einem Jahr wie diesem kann man doch froh sein, dass man noch gesund ist, und mir ist jetzt wieder klar geworden, was für ein gutes Leben ich trotz Corona führe. Also jammern auf hohem Niveau ist nicht meins. maw

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