Impfung gegen Covid-19 – ja oder nein?

Martin Eberle will sich impfen lassen, wenn es notwendig ist.  eberle

Martin Eberle will sich impfen lassen, wenn es notwendig ist.  eberle

Die VN fragen nach: Werden Sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen?

schwarzach Alle Hoffnungen ruhen derzeit auf den in Kürze zur Verfügung stehenden Corona-Impfstoffen. Wie stehen Vorarlberger Persönlichkeiten zur baldigen Corona-Impfung?

„Das ist ein heikles und vielschichtiges Thema“ erklärt Jazz- und Improvisationsmusiker Martin Eberle, 39. „Ich bin jedoch immer wieder begeistert, was die Wissenschaft zustande bringen kann. Da ich keiner Risikogruppe angehöre, muss ich mich nicht als Erster anstellen, werde mich aber impfen lassen, wenn es notwendig ist“, so der gebürtige Dornbirner. Alle Hoffnung auf den Impfstoff zu beschränken hält Eberle aber nicht für ausreichend, denn „was tun wir dann beim nächsten großen unbekannten Virus?“ Vielmehr sollte sich das Bewusstsein und Verhalten in der Bevölkerung verändern und ganzheitliches Krisenmanagement nicht von Selbstdarstellern der Politbühne, sondern von unabhängigem und kompetentem Fachpersonal geplant und geleitet werden, bringt der Musiker die Thematik auf den Punkt.

Auch Russ-Preis-Trägerin Dr. Eva Grabherr, 57, steht einer baldigen Impfung positiv gegenüber. „Als Historikerin verbinde ich Impfungen alles in allem mit gesundheitlichem Fortschritt, der vielen Menschen zugutekommt und unser Leben besser gemacht hat“, so die Geschäftsführerin von „okay.zusammen leben“,
Projektstelle für Zuwanderung und Integration. „Natürlich braucht es eine kritische Begleitung von Wissenschaft und Gesundheitspolitik, etwa durch fachkundige Medien und JournalistInnen“, so die Höchsterin. Diese sei in unserer Gesellschaft gegeben. „Ich werde mich also impfen lassen, sobald der Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung zur Verfügung steht.“

„Ich freue mich schon sehr, bis es den Corona-Impfstoff bei uns gibt“, zeigt sich Klaus Herburger, Geschäftsführer des gleichnamigen Reisebüros, hoffnungsfroh. „Ich bin sofort dabei, denn ich möchte auf jeden Fall in meinem Leben noch viele Reisen in andere Länder unternehmen. Nur ein Impfstoff oder ein gutes Medikament werden uns die die Freiheit zum Reisen wieder zurückgeben“ ist sich der 61-Jährige sicher. „Ich glaube, eine Impfung wird uns weniger belasten als ein Lockdown.

Neos-Klubobfrau Sabine Scheffknecht, 42, sieht die Impfung in erster Linie für die Risikogruppen als wichtig an. „Die Impfung sollte für vulnerable und geforderte Berufsgruppen, wie etwa das Gesundheits- und Pflegepersonal, aber auch für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen als Allererstes zur Verfügung stehen. Das Gleiche gilt für sonstige Risikogruppen, Reisende und Pendler – hier kann eine frühzeitige Corona-Impfung Sicherheit bieten und den Schutz erhöhen“, so die in Lustenau wohnhafte Politikerin und ergänzt: „Wichtig ist in erster Linie ein niederschwelliger Zugang zur Impfung mit entsprechender Aufklärung.“ VN-ea, mik

<p class="caption">Dr. Eva Grabherr steht der Impfung erwartungsvoll gegenüber.  grabherr</p>

Dr. Eva Grabherr steht der Impfung erwartungsvoll gegenüber.  grabherr

<p class="caption">Sabine Scheffknecht: „Zuerst Risikogruppen impfen.“  steurer</p>

Sabine Scheffknecht: „Zuerst Risikogruppen impfen.“  steurer

<p class="caption">Die ersten Impfstoffe gegen Covid-19 stehen in den Startlöchern.  apa</p>

Die ersten Impfstoffe gegen Covid-19 stehen in den Startlöchern.  apa

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