Abschiede und ­Premieren

„Mörtel“-Stargast Ornella Muti zeigte sich in einem schwarzen Kleid.

„Mörtel“-Stargast Ornella Muti zeigte sich in einem schwarzen Kleid.

In der Wiener Staatsoper ging der 64. Opernball mit rund 5000 Gästen über die Bühne.

Wien Die Königin der Nacht bittet zum Abschiedsball: Bei ihrem letzten Opernball hat die scheidende Organisatorin Maria Großbauer dieses Mal die gefährlich-glanzvolle Figur aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt gerückt, was sich auch wie ein roter Faden durch das gesamte Haus zog: bei den Blumendekorationen , bei den Lichterketten an den Logen, bei den Debütantinnensträußchen, bei der Ouvertüre während der Eröffnung.

Für die Eröffnung konnte die Staatsoper mit der Sopranistin Aida Garifullina  („Sempre libera“ aus „La traviata“) sowie dem Startenor Piotr Beczala („E lucevan le stelle“ aus „Tosca“) wieder zwei hochkarätige Sänger gewinnen. Aufgrund eines schweren Krankheitsfalles in der Familie musste Dirigent Daniel Harding die musikalische Leitung der künstlerischen Eröffnung kurzfristig absagen. An seiner Stelle übernahm James Conlon.

Musikalischer Abschied

Der 64. Opernball war sowohl für Staatsoperndirektor Dominique Meyer als auch für Maria Großbauer der letzte Ball. Meyer wechselt mit Ende der Saison an die Mailänder Scala, womit Großbauer, die sich vor allem dem Direktor verbunden fühlte, ebenfalls die Organisation abgab. Großbauer verabschiedete sich bei ihrem letzten Ball musikalisch: Kurz vor Mitternacht spielte die studierte Saxofonistin einen Abschieds-Song – gekleidet in einen Damen-Frack. „Mit dem berühmten Duke Ellington-Jazzstandard ‚In a Sentimental Mood‘ sage ich musikalisch Danke und Auf Wiedersehen“, so die Organisatorin.

Trotz prominenter Absenzen war das offizielle Österreich gut vertreten. Zwar fehlte Kanzler Sebastian Kurz wegen des EU-Budgetgipfels, doch sorgte Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Staatsoberhaupt für höchste Repräsentanz in der Staatsoper. An der Promifront brachte Richard Lugner heuer die italienische Schauspielerin Ornella Muti mit und Unternehmer Klemens Hallman begrüßte mit seiner Frau, Model Barbara Meier,  „Terminator“-Shootingstar Gabriel Luna, Schauspieler Ralf Moeller, die  Moderatorinnen Sylvie Meis und Katja Burkard und Model Franziska Knuppe.

Zwei Premieren

Bei den 144 Debütantenpaaren gibt es gleich zwei Premieren: Zum ersten Mal wird ein gleichgeschlechtliches Paar tanzen. Sophie Grau wird im Frack eröffnen, ihre Tanzpartnerin Iris Klopfer im weißen Kleid. „Die Voraussetzung, einen Linkswalzer tanzen zu können, ist erfüllt“, hatte die Staatsoper die Zulassung begründet. Doch sämtliche Opernballdebütanten mussten mehr als nur den perfekten Linkswalzer beherrschen. Erstmals sangen sie gemeinsam im Chor mit – das „Lalalala“ bei der Bauernpolka von Johann Strauß.

<p class="caption">Wie immer sorgte das Staatsopernballett beim Opernball für einen schwungvollen Auftritt.</p>

Wie immer sorgte das Staatsopernballett beim Opernball für einen schwungvollen Auftritt.

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