Starkomiker Jerry Lewis mit 91 Jahren verstorben

Das Foto zeigt Lewis 2013 bei einem Fototermin in Cannes für den Film „Max Rose“. In mehr als 60 Filmen stand er vor der Kamera.  Foto: Reuters

Das Foto zeigt Lewis 2013 bei einem Fototermin in Cannes für den Film „Max Rose“. In mehr als 60 Filmen stand er vor der Kamera.  Foto: Reuters

US-amerikanisches Entertainment-Multitalent starb friedlich im Kreis seiner Familie.

las vegas. Jerry Lewis, Amerikas Comedy-Legende, Entertainer und Grimassen-König, ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren eines natürlichen Todes, teilte seine Familie am Sonntag mit. „Der berühmte Komiker, Schauspieler und legendäre Entertainer Jerry Lewis ist heute friedlich im Alter von 91 in seinem Haus in Las Vegas im Beisein seiner Familie gestorben“, hieß es in der Mitteilung.

Viele Ehrungen

Lewis war an der Seite von Dean Martin weltberühmt geworden, danach feierte er Solo-Erfolge. Mit den Jahren stieg auch die Zahl der Ehrungen für Jerry Lewis immer weiter an. Er bekam sogar einen zweiten Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood – und biss dabei Regisseur Quentin Tarantino in die Hand, der ihn danach trotzdem als „Schatz“ und „einen der größten Schauspieler und Regisseure in der Geschichte des Kinos“ feierte. In mehr als 60 Filmen stand Lewis vor der Kamera, auch als Produzent und Regisseur wirkte er.

Die Liebe zur Bühne bekam Lewis, der 1926 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey als Joseph Levitch geboren wurde, von seinen Eltern. Vater Danny Levitch, ein Nachtclub-Sänger, brachte mit seinem komischen Talent auf der Bühne den Saal zum Kochen. Sein Sohn wurde süchtig nach Applaus und tingelte schon mit 18 als Alleinunterhalter durch die Clubs. Den Durchbruch schaffte er, als er 1945 den neun Jahre älteren italo-amerikanischen Schnulzensänger Paul Dino Crocetti kennenlernte, der sich Dean Martin nannte. Martin sei für ihn „der große Bruder, den ich nie hatte“ gewesen, erzählte Lewis einst dem Magazin „GQ“. Nach rund zehn gemeinsamen Bühnen-Jahren zerstritten sich Lewis und Martin und sprachen dann 20 Jahre kein Wort mehr miteinander. Nach der Versöhnung schrieb Lewis das Buch „Dean and Me – A Love Story“. Aber auch solo begeisterte er die Massen. Er drehte Kassenknüller wie „Der Regimentstrottel“, „Geisha Boy“, „Hallo, Page“ und „Geld spielt keine Rolle“. Als Höhepunkt seiner Blödelkunst gilt „Der verrückte Professor“ von 1963.

Lewis war zweimal verheiratet und adoptierte, nach sechs Söhnen mit seiner ersten Frau, 1992 mit seiner zweiten Frau eine Tochter. Für seinen Einsatz im Kampf gegen Armut und Krankheiten bekam er 2009 einen Ehren-Oscar, der Medienberichten zufolge in seinem Haus in Las Vegas auf einer Plattform oberhalb eines Fernsehers stand. Auf Knopfdruck rotierte er.

<p class="caption">Dean Martin (links) und Lewis blödeln in den 1950er-Jahren in Los Angeles herum.  Foto: AP</p>

Dean Martin (links) und Lewis blödeln in den 1950er-Jahren in Los Angeles herum.  Foto: AP

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