VN-Interview. Hundeflüsterer Lukas Pratschker (20)

Eine tierische Karriere

Auf den Hund gekommen und Karriere gemacht. Foto: Martin Pratschker

Auf den Hund gekommen und Karriere gemacht. Foto: Martin Pratschker

Er ist erst 20, hat aber auf seinem Sektor schon sensationelle Karriere gemacht.

Wien. (lh) „Hundeflüsterer“ Lukas Pratschker tanzt sich mit seinem Border Collie Falco überall in die Herzen der Zuschauer. Die beiden haben zahlreiche Preise abgeräumt, unter anderem beim Dogdance Turnier in Graz und bei Turnieren in Ungarn. Highlight aber war die RTL-Castingshow „Das Supertalent“, die Lukas & Falco als Sieger von über 40.000 Bewerbern beendeten. Damit hat sich ein Riesentor zur großen Karriere geöffnet. Lukas ist heute Jung-Unternehmer, auch in der Hollywood-Produktion „Sing“ war er beschäftigt – als Frosch.

Wie hat das alles begonnen?

PRATSCHKER: Indem ich Zirkusfan war. Eigentlich wollte ich ja Showkarriere beim Zirkus machen, war seit meinem siebenten Lebensjahr mit vielen Zirkuskindern befreundet und durfte letztendlich sogar, als Jongleur, in die Manege. Bei dieser Gelegenheit habe ich dort auch die Arbeit mit Tieren kennengelernt. Eines Tages kam mein Vater auf die Idee, einen Hund zu kaufen. Den benannte er, weil er den wirklichen Falco gut kannte, nach ihm.

Mit diesem Hund haben Sie sich dem Anschein nach gleich intensiv beschäftigt?

PRATSCHKER: Obwohl es ja nicht meiner war. Doch mein Vater hatte nichts dagegen. Ich begann, mit Falco, einem Border Collie, Tricks zu lernen. Die fanden viele Leute sehr lustig, auf einmal wurde ich zu Turnieren und Vorführungen eingeladen. So haben wir beide uns an ein großes Publikum gewöhnt. Die Teilnahme an „Das Supertalent“ hat dann alles in neue Sphären gehoben.

Im Animationsfilm „Sing“ sind Sie aber nicht auf den Hund, sondern auf den Frosch gekommen. Sie sprechen Ricky, einen der drei vorkommenden Frösche?

PRATSCHKER: Das war sozusagen ein Gag, denn alle drei Frösche im Film sind Sieger von Casting-Shows, und in „Sing“ geht es ja um eine, höchst tierische, Casting-Show. Ich hatte so was vorher überhaupt noch nie gemacht, kam sehr aufgeregt ins Tonstudio, weil ich ja kein professioneller Synchronsprecher bin. Wir „Frösche“ kamen aber als Letzte dran, und man nahm sich für uns viel Zeit. Das Schwierigste war dann nur, in unsere Gespräche Gefühle reinzubringen.

Zurück zu den Hunden. Was hat Ihr Vater gesagt, als Sie mit Falco zu trainieren begannen?

PRATSCHKER: Er hat es nicht nur hingenommen, dass Falco lediglich ein paar Tage „sein“ Hund war, sondern hat meine Ambitionen auch noch unterstützt, indem er mir lustige Videos mit Mensch und Hund besorgte. Zusätzlich besuchte ich Seminare und Workshops von Profis.

Wie erreicht man ein maximales Funktionieren?

PRATSCHKER: Alles zwischen Mensch und Hund soll Spaß machen. Das ist viel besser, als auf einer „Führungsrolle“ zu beharren. Und der Hund muss dem Menschen absolut vertrauen. Man darf ihn nie Situationen ausliefern, wo er ängstlich und unsicher werden könnte. Gott sei Dank ist Falco eine echte „Rampensau“.

Inzwischen haben Sie den Betrieb um zwei zusätzliche Hunde erweitert?

PRATSCHKER: Weil Falco nun doch schon sieben Jahre alt ist, haben wir uns zwei weitere Border Collies zugelegt, die wir Joke und Turner getauft haben.

Wann ist man ein besonders guter Trainer?

PRATSCHKER: Die Arbeit muss immer zum Vergnügen werden. Und man sollte die Körpersprache des Hundes lesen können. Man muss sich damit beschäftigen, was uns Hunde mit ihrer Körpersprache zeigen wollen.

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