VN-Interview. Jamie Foxx (46)

„Da wird dich Spidy ordentlich versohlen“

Max, gespielt von Jamie Foxx, ist Spidermans größter Kontrahent. AP
Max, gespielt von Jamie Foxx, ist Spidermans größter Kontrahent. AP

Der Schauspieler erzählt über seine Tochter und die teils schwierigen Dreharbeiten zu „Spider-Man 2“.

Berlin. (lh) Natürlich hat „The Amazing Spider-Man“ auch in seinem neuesten Abenteuer „Rise Of Electro“, mit Bösewichten zu kämpfen. Der Unheimlichste ist Electro, gespielt von Jamie Foxx, der 2005 für seine Leistung als Ray Charles in „Ray“ mit dem Academy Award ausgezeichnet wurde. Zuletzt agierte er in „Django Unchained“.

Electro ist ja ein armer Teufel. Eigentlich ein Hauselektriker namens Max, ein Prügelknabe, der alle Demütigungen runterschluckt. Doch sein innerer Groll wächst ins Unermessliche. Bei einem Arbeitsunfall fällt Max mit zwei Starkstromkabeln in den Händen in ein Wasserbassin.

Jamie Foxx: Wo auch noch eine Horde von Zitteraalen kräftig zubeißt. Da verwandelt sich Max in ein jedwede Elektrizität inhalierendes und tödliche Elektrizität ausspeiendes Monster, das die Stromversorgung in ganz New York mühelos lahmlegt. Aber Sie haben ja schon gesagt, dass er eigentlich ein armer Teufel ist. Das finden Sie bei Spider-Man oft. Monster entstehen aus Schmerz. Max wurde sein Leben lang übersehen. Jetzt möchte er Aufmerksamkeit um jeden Preis.

Seine qualvolle Wandlung erfolgt in Begleitung des Donauwalzers?

Foxx: Eine grandiose Idee unseres Regisseurs Marc Webb. Erst hatte er auch an Musik von Gustav Mahler gedacht, aber dieser so gemütlich-ruhig dahinfließende Walzer ist ein viel besserer Kontrast zu dem, was sich da an Dramatik abspielt.

„Spider-Man“ selbst ist ja auch nicht der übliche Comic-Held?

Foxx: Richtig. Er ist der Alltäglichste aus der Familie der Superhelden, darf Liebesschmerz haben und sogar in die Apotheke gehen, um ein Mittel gegen seinen Schnupfen zu kaufen. Bei all den Mega-Bösewichten, die er bekämpft: Den größten Konflikt trägt er permanent mit sich selbst aus.

Wie kamen Sie zur Rolle von Electro?

Foxx: Das war ein seltsamer Augenblick. Meine kleinere Tochter veranstaltete gerade eine Spider-Man-Party. Da klingelte das Telefon und ich erhielt das Angebot, in diesem Film mitzuwirken. Ich sagte es der Kleinen gleich, und sie fragte: „Was spielst du?“ Ich: „Electro.“ Sie: „Oh, wie schön. Da wird dich Spidy ordentlich versohlen.“ Zum vorigen Geburtstag wünschte sie sich eine „Iron Man“-Party.

Und was geschah da?

Foxx: Sie teilte mir mit, sie hätte allen schon gesagt, dass Tony Stark (gespielt von Robert Downey jr.) zur Party kommen würde. Ich meinte: „Also, Robert Downey kann bestimmt nicht kommen.“ Ich schickte ihm aber auf jeden Fall, damit sie nicht traurig war, eine Nachricht. Was soll ich Ihnen sagen? Robert rauschte an und brachte jede Menge „Iron Man“-Spielzeug mit.

Was war das Schwierigste am neuen „Amazing Spiderman“?

Foxx: Die Aufnahmen am Times Square, weil wir da eine Menge Live-Einlagen machten, die dann mit Computertricks gemixt wurden. Da muss sich Spider-Man dauernd mit all meiner Elektrizität herumschlagen, während er mit seinem Spinnengewebe darum kämpft, die Beleuchtung der Stadt wieder in Ordnung zu bringen.

New York gehört in diesem Streifen wohl auch zu den „Stars“?

Foxx: Ich denke, die Stadt stand noch nie so im Mittelpunkt eines Films wie hier.

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