Offline und online steil bergauf

Alpin Loacker verkauft in die ganze Welt. Online-Umsatz bei fast zwei Millionen Euro.

Götzis Das Geschäft für Bergsport-Ausrüstung in Götzis gründeten seine Eltern im Jahr 1993. Als Felix Loacker (32) in den Familienbetrieb einstieg, war ihm aber schnell klar, dass er mit Alpin Loacker weiter wachsen möchte. „Die Möglichkeiten für uns im Umkreis waren begrenzt. So ist die Idee entstanden, eigene Produkte auf den Markt zu bringen“, erzählt der Geschäftsführer im VN-Gespräch.

Zunächst wurde das wieder verworfen, bis er die Onlineplattform Amazon für sich entdeckte. „Der große Absatzmarkt und die Tatsache, dass Amazon für uns die Produkte verschickt, hat mir gefallen“, sagt Loacker. Zunächst begann er dort mit Edelstahlprodukten wie Jausenboxen, was gleich auf Interesse stieß. Auf dieses Potenzial wurde aufgebaut.

Heimische Produktlinie

Heute werden die Produkte der Eigenmarke bei Amazon wie auch im eigenen Onlineshop verkauft. Neben der Bergsport-Ausrüstung finden sich dort auch Bekleidung aus Merinowolle. Seit dem Frühjahr 2020 gibt es eine „made in Austria“-Linie, deren Produkte am Standort in Götzis konzipiert, produziert und veredelt werden.

Drei Jahre sind seit der Online-Offensive vergangen. In der Zeit stieg der Online-Umsatz von 40.000 Euro im ersten Jahr auf mittlerweile fast zwei Millionen Euro. So hat es sich nicht nur in der Coronakrise bewährt, dieses Standbein aufgebaut zu haben.

Verkauft wird bis nach Island, Griechenland oder auch Japan. „Unser Hauptabsatzmarkt mit einem Anteil von 50 Prozent ist aber Deutschland“, so Loacker, dessen Expansionshunger noch nicht gestillt ist. Gerade in Europa sei das Potenzial noch groß.

Auch auf der Produktseite gibt es Neuerungen. Im kommenden Jahr wird es eine Wanderhose geben, die aus Vorarlberger Material gefertigt und am Standort Götzis genäht wird. „Diese Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig“, betont der Geschäftsführer. Und ab einer bestimmten Menge sei die Produktion in Vorarlberg auch rentabel.

Das stationäre Geschäft in Götzis gibt es übrigens weiterhin. Es sei ein wichtiger Pfeiler im Gesamtsystem. Denn vom Austausch mit den Kunden profitiere man auch im Onlinegeschäft.

Erfolgreich mit Eigenmarke

So erfolgreich Alpin Loacker heute online agiert, leicht war der Weg bis dahin nicht. Anfangs gab es Versuche, über einen kleinen Onlineshop Marken weiterzuverkaufen. „Das hat nicht funktioniert“, sagt Loacker. Mit Eigenmarken sei es etwas anderes. Wer ein gutes Produkt zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis hat, für den gibt es online immer Potenzial.“ VN-reh

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