Hirschmann setzt auf Datenbrillen

Mit den Datenbrillen sind alle Werke ausgestattet.  hirschmann

Mit den Datenbrillen sind alle Werke ausgestattet.  hirschmann

Weltweite Reparaturen und Produktbemusterungen mit Einsatz von Augmented Reality.

Rankweil Reisebeschränkungen und erhöhte Sicherheitsstandards machen es schwierig, internationales Experten-Know-how in die Fertigungshallen weltweit zu bringen.

Hirschmann Automotive hat nun gemeinsam mit dem IT-Dienstleistungsunternehmen NTT Ltd. eine globale Strategie zur Nutzung von Datenbrillen entwickelt, um Ressourcen, Wege und Kosten zu optimieren. „In den letzten Jahren sind die Reisekosten – auch durch unsere Expansion in verschiedensten Ländern und Regionen – enorm gestiegen. Nicht zuletzt haben die Reisebeschränkungen eine Remote-Lösung dringend notwendig gemacht“, sagt Markus Ganahl, COO bei Hirschmann Automotive. „Wir sind froh, dass wir schon 2019 mit der Projekt gestartet haben, Corona hat die Einführung der Datenbrillen nochmals beschleunigt, und heute sind alle Werke damit ausgestattet.“

Bei Hirschmann Automotive lag der Fokus im ersten Schritt auf dem Ausbau der vorhandenen Cisco-Collaboration-Infrastruktur und der Verwendung von Videokonferenztools. Es wurde jedoch schnell klar, dass der Einsatz von Augmented-Reality-Lösungen vor allem in der Produktion notwendig ist. „Oberste Priorität war es, mit der Brillentechnologie direkt an der entscheidenden Maschine arbeiten zu können“, erklärt Ganahl. Damit können nun komplexe Arbeiten an unterschiedlichsten Orten weltweit ausgeführt werden. Der jeweilige Experte kann so via Videokonferenz direkt mit dem Techniker in der Fertigungshalle Kontakt aufnehmen und ihn über die Datenbrille anleiten. Dadurch werden nicht nur immense Kosten eingespart, es werden auch die Reaktionszeiten beim Beheben von Fehlern erheblich gesenkt. „Ein Mitarbeiter schließt sich mit den entsprechenden Experten kurz und kann gemeinsam mit Kollegen Fehlersymptome auswerten“, so Ganahl.

Pläne direkt in die Brille

Ein weiterer Vorteil der Technologie sei es, dass man Live-Bilder anderer Datenbrillen jederzeit abrufen und Erkenntnisse daraus gewinnen könne, sagt Dieter Ferner, Vizepräsident für Verkauf und Marketing bei NTT Österreich. „Es können auch Wartungspläne und Betriebsanleitungen direkt in die Brille projiziert werden.“

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