50 Prozent als Ersatz

Umsatzersatz und Kurzarbeit werden die allermeisten Betriebe über diese kritische Phase retten. Aber gerade für Leitbetriebe wird die 800.000-Euro-Grenze zum existenziellen Problem. Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung

Umsatzersatz und Kurzarbeit werden die allermeisten Betriebe über diese kritische Phase retten. Aber gerade für Leitbetriebe wird die 800.000-Euro-Grenze zum existenziellen Problem. Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung

Umsatzersatz für Lockdown-Betriebe wird im Dezember reduziert.

Wien Den Betrieben, die auf staatliche Anordnung weiterhin geschlossen bleiben müssen, wird auch im Dezember der Umsatz teilweise ersetzt. Wenn auch nicht mehr in der Höhe wie noch im November. Damals waren es 80 Prozent für die Gastronomie, die Hotellerie sowie körpernahe Dienstleister beziehungsweise 20 bis 60 Prozent für den Handel. Für den Zeitraum der Schließung im Dezember werden den betroffenen Unternehmen nun 50 Prozent ihres Umsatzes ersetzt.

Dieser wird anhand der Steuerdaten automatisch berechnet. Als Berechnungsgrundlage hierfür werden die Umsätze des Dezembers 2019 herangezogen. Die Beantragung erfolgt erneut über FinanzOnline.

Ersatz nur für Dezember

Beantragt werden kann der Dezember-Umsatzersatz ab dem 16. Dezember. Die Betriebe der Gastronomie und Hotellerie, die erst am 7. Jänner 2021 wieder öffnen dürfen, erhalten für den Jänner-Zeitraum dann nur mehr den Fixkostenzuschuss 2.

Kosten: 1 Milliarde

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) rechnet allein für die Auszahlungen in Bezug auf den Dezember-Umsatzersatz

mit Kosten in der Höhe von einer Milliarde Euro. Beim Umsatzersatz gelten spezielle Richtlinien. So ist der Erhalt von Arbeitsplätzen eine Grundvoraussetzung. Kündigungen sind bei Beanspruchung der Hilfe nicht erlaubt. Hingegen können Kurzarbeit und Umsatzersatz kombiniert werden. Die Zahlungen werden nicht gegengerechnet. Zudem werden Initiativen, beispielsweise wenn ein Gastronomiebetrieb Take-Away anbietet, nicht bestraft.

Hilfe für weitere Branchen

Gearbeitet wird unterdessen auch an einer Hilfe für Vorlieferanten. So sollen Branchen, die stark vom Tourismus abhängen, ebenfalls eine Entschädigung bekommen. An der Umsetzung wird noch gefeilt. Das Finanzministerium sei aber intensiv dran, eine bestmögliche Unterstützung zu ermöglichen.

<p class="infozeile">Der Dezember ist für viele Betriebe einer der wichtigsten Monate im ganzen Jahr. Trotz der jetzt schwierigen Zeit machen wir mit den Coronamaßnahmen eine Wintertourismussaison 2021 perspektivisch noch möglich. Gernot Blümel, Finanzminister</p>

Der Dezember ist für viele Betriebe einer der wichtigsten Monate im ganzen Jahr. Trotz der jetzt schwierigen Zeit machen wir mit den Coronamaßnahmen eine Wintertourismussaison 2021 perspektivisch noch möglich. Gernot Blümel, Finanzminister

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