„Mit maximaler Leistung“

In der Produktion bei Grass (Bild wurde vor Corona aufgenommen) werden die Schutzmaßnahmen sehr gewissenhaft umgesetzt. FA

In der Produktion bei Grass (Bild wurde vor Corona aufgenommen) werden die Schutzmaßnahmen sehr gewissenhaft umgesetzt. FA

Grass Bewegungssysteme produziert mit voller Leistung und umfangreichen Maßnahmen.

Höchst Im Gegensatz zum ersten Lockdown, ist der unmittelbare Effekt beim zweiten Lockdown für die Höchster Firma Grass Beschlägesysteme, die weitere Niederlassungen in Götzis und Hohenems unterhält, jetzt deutlich geringer. „Die aktuelle Auftragslage ist sehr gut und wir haben alle Hände voll zu tun, die Nachfrage zu erfüllen“, berichtet Albert Trebo, Geschäftsführer der Grass Gruppe, auf VN-Anfrage. Die größte Sorge bereite der Umstand, dass durch Corona-erkrankungen und Quarantäne-maßnahmen immer wieder Mitarbeiter ausfallen. „Dabei ist zu betonen, dass wir bisher keinen Ansteckungsfall im Unternehmen hatten.“ Das größte Risiko bleibe im privaten Bereich, so Trebo, der in diesem Zusammenhang „die Äußerungen eines Vorarlberger Landesrates, der die Schließung von Industriebetrieben gefordert hat, nicht nachvollziehen kann“.

Maßnahmen verstärkt

Bereits vor dem zweiten Lockdown habe Grass die umfangreichen Maßnahmen aus dem Frühjahr verstärkt und dafür gesorgt, dass in den Werken sicher produziert und gearbeitet werden könne. Zudem wurde eine Mitarbeiter-App eingeführt, die es ermöglicht, alle Mitarbeitenden informiert zu halten. Die größte Änderung gegenüber dem Frühjahr ist bei Grass die Nachfrage. Während das Unternehmen, das in Vorarlberg über 1000 und insgesamt 1860 Mitarbeiter beschäftigt, im Frühjahr deutliche Umsatzrückgänge durch die totale Stilllegung der Wirtschaft in Ländern wie Italien und Spanien hinnehmen musste, „agieren die verantwortlichen Personen inzwischen ruhiger“, so der Grass-Geschäftsführer. In den meisten Ländern arbeiten die produzierenden Betriebe normal weiter. Zudem ist der Wert des Wohnens gestiegen und es wird kräftig ins Eigenheim investiert. All dies führe dazu, dass Grass im Gegensatz zum Frühjahr auf maximaler Leistung produziere.

Homeoffice gut angenommen

Homeoffice ist für den produzierender Betrieb natürlich nicht in allen Bereichen möglich, doch dort wo es klappt, sei man problemlos in der Lage, Homeoffice technisch umzusetzen. Angewandt wird dies dort, wo es sinnvoll oder gar notwendig ist, weil die Mindestabstände nicht mit Sicherheit eingehalten werden können. Allgemein werde Home-office sehr gut angenommen.

In der Produktion und in den administrativen Bereichen hat Grass die Möglichkeit der Coronakurzarbeit genutzt. „Durch diese besondere Form der Kurzarbeit konnten wir alle Mitarbeitenden behalten. Abgesehen von den über Monate unklaren Regeln und der damit verbundenen Unsicherheit, insbesondere in der Lohnabrechnung, waren wir mit der Kurzarbeit zufrieden. Noch zufriedener sind wir natürlich mit dem Umstand, schon seit Längerem keine Kurzarbeit mehr nutzen zu müssen“, so Trebo. „Umso mehr hoffen wir, dass den Menschen und Unternehmen, die deutlich stärker von dieser Pandemie betroffen sind als wir, schnell und unkompliziert geholfen wird, die Krise zu überstehen.“ VN-sca

„Es ist zu betonen, dass wir bisher keinen Ansteckungsfall im Unternehmen hatten.“

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