Neue Hilfen beantragbar

Der Fixkostenzuschuss soll auch Reisebüros und Veranstaltern helfen, weil bereits geleistete Vorleistungen anteilig ersetzt werden.  ap

Der Fixkostenzuschuss soll auch Reisebüros und Veranstaltern helfen, weil bereits geleistete Vorleistungen anteilig ersetzt werden.  ap

Anträge für Fixkostenzuschuss 2 und Handel-Umsatzersatz sind ab sofort möglich.

Wien Unternehmen können ab sofort den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30 Prozent gefallen ist. Einen Fixkostenzuschuss gab es bereits für die Zeit von März bis September. Nun wird diese Förderung auch für die Zeit von Mitte September bis Juni 2021 möglich. Je Periode können pro Betrieb maximal 800.000 Euro fließen.

Im Gegensatz zum Fixkostenzuschuss 1 können nun etwa auch Leasingraten, Abschreibungen (Afa), bestimmte Personalkosten für den Mindestbetrieb und frustrierte Aufwendungen, also schon angefallene Kosten für Projekte, die wegen der Pandemie nicht verwirklicht wurden, angerechnet werden. Das sei auch für Reisebüros und Veranstalter wichtig, weil Vorleistungen anteilig ersetzt werden.

Pauschalierung für Kleine

Abgegolten werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentganges, im Gegenzug müssen bereits erhaltene Hilfen wie 100%-Garantien abgezogen werden. Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Sie können auch ohne Steuerberater beantragen. Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkosten-Zuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich.

Voraussichtlich im Dezember soll es eine weitere auf Fixkosten aufbauende Unterstützung geben, die dann je Unternehmen bis zu drei Millionen Euro bringen soll. Diese Beihilfe fließt nur für jenen Teil der Fixkosten, der nicht von den Gewinnen oder anderen Geldflüssen gedeckt ist. Damit ist die Berechnung kompliziert und in der Regel nur im Nachhinein möglich, da die Verluste im Voraus schwer zu schätzen seien, sagt Finanzminister Gernot Blümel. Dazu brauche es ein Testat eines Steuerberaters.

Ab sofort zu beantragen ist der Umsatzersatz für Handelsbetriebe, die im zweiten Lockdown schließen mussten. Sie bekommen zwischen 20 und 60 Prozent. Ein Kfz-Händler bekommt 20 Prozent, Blumenhändler oder Modegeschäfte, deren Ware „verderblich“ ist, 60 Prozent. Dienstleister wie Friseure erhalten 80 Prozent. Regelungen für indirekt betroffene Zulieferer werden noch ausgearbeitet.

„Auch für indirekt betroffene Zulieferer braucht es Hilfen, um Liquidität zu sichern.“

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