Konzentration auf wichtige Dinge

Messepark-Erweiterung bleibt Thema in Vorarlbergs größter Stadt. APS

Messepark-Erweiterung bleibt Thema in Vorarlbergs größter Stadt. APS

Messepark-Erweiterung statt Markthalle. Geld brauche man für Infrastruktur.

Dornbirn In Zeiten der Disruption sind fünf Jahre eine Ewigkeit. Seit das Management des Dornbirner Messeparks im Herbst 2014 die Pläne für eine Erweiterung des Einkaufszentrums „in der Mitte von Vorarlberg“, wie man dort betont, vorgestellt hat, haben sich die Verhältnisse im Handel weltweit massiv verändert. Der Onlinehandel gräbt der stationären Konkurrenz kontinuierlich das Geschäft ab. „Statt Innenstadt gegen Shoppingmall aufzureiben“, so ein Mitglied der Innenstadthändler-Vereinigung Inside Dornbirn, „müssen wir uns doch zusammentun und gegen den Internethandel antreten“. Den Namen möchte der Händler nicht in der Zeitung lesen, denn auch intern gebe es nach wie vor harte Fronten zu diesem Thema, obwohl die Cool-down-Phase nach heftigen Auseinandersetzungen jetzt auch schon wieder einige Jahre andauere.

Dass das Thema nicht im Wahlkampf aufgekocht wird, ist deshalb aus Sicht fast aller Beteiligten verständlich. Zumal nach der Wahl auch die Zusammensetzung der Stadtregierung eine andere sein wird. Fast alle ÖVP-Stadträte werden neu besetzt. Hardliner scheiden aus dem Stadtrat aus, gibt ein Oppositionspolitiker zu bedenken, der darauf hinweist, dass die bisherige Haltung auch in der ÖVP umstritten gewesen sei.

In diesem Zusammenhang steht auch die Markthalle zur Disposition. Nicht nur bei den Neos wird angezweifelt, dass das Lieblingsprojekt von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann eine gute wirtschaftliche Entscheidung sei. In der Stadt, die sich erst kürzlich über den 50.000. Einwohner freute, seien andere Dinge vorrangig – es stehen Infrastrukturprojekte an, die viele Millionen Euro kosten werden. Schulen, Kindergärten, sozialer Wohnbau sollen Priorität haben, „wir müssen uns auf die wichtigen Dingen konzentrieren“. Außerdem  seien weder die Markthändler als noch die Gastronomen und Kaufleute erfreut über eine Verlagerung in ein neues Zentrum. VN-sca,rau

<p class="infozeile">Ich muss sagen, ich finde nicht, dass es die Erweiterung wirklich braucht. Ich bin schon viel lieber in der Innenstadt und gehe hier von Laden zu Laden statt in ein Einkaufszentrum. Theresa Meisl, 34, Dornbirn</p>

Ich muss sagen, ich finde nicht, dass es die Erweiterung wirklich braucht. Ich bin schon viel lieber in der Innenstadt und gehe hier von Laden zu Laden statt in ein Einkaufszentrum. Theresa Meisl, 34, Dornbirn

<p class="infozeile">Wenn es nötig wäre, wäre ich schon dafür. Aber es wird überall immer mehr gebaut, dabei steht schon Verkaufsfläche in Dornbirn leer. Wenn man da nachgibt, kommt der Nächste und will auch. Heinz Trotter, 61, Dornbirn</p>

Wenn es nötig wäre, wäre ich schon dafür. Aber es wird überall immer mehr gebaut, dabei steht schon Verkaufsfläche in Dornbirn leer. Wenn man da nachgibt, kommt der Nächste und will auch. Heinz Trotter, 61, Dornbirn

<p class="infozeile">Ich finde schon, dass man was tun sollte. Klar, es ist das größte Einkaufszentrum, aber es hat sich ansonsten schon lange nichts mehr getan. Bis auf den Burger King tut sich nicht viel rundum. Mirko Eres, 23, Hohenems</p>

Ich finde schon, dass man was tun sollte. Klar, es ist das größte Einkaufszentrum, aber es hat sich ansonsten schon lange nichts mehr getan. Bis auf den Burger King tut sich nicht viel rundum. Mirko Eres, 23, Hohenems

<p class="infozeile">Das Thema war bisher für mich nicht wirklich präsent. Eine Überlegung ist es aber auf alle Fälle wert. Vor allem, da der Messepark aus meiner Sicht für ein Einkaufszentrum recht günstig liegt. Nina Freinschlag, 33,Wolfurt</p>

Das Thema war bisher für mich nicht wirklich präsent. Eine Überlegung ist es aber auf alle Fälle wert. Vor allem, da der Messepark aus meiner Sicht für ein Einkaufszentrum recht günstig liegt. Nina Freinschlag, 33,Wolfurt

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