„Wir wollen gute Nachbarn sein“

Vierte und fünfte Generation Mölk im MPreis-Markt St. Gallenkirch.  VN/sca

Vierte und fünfte Generation Mölk im MPreis-Markt St. Gallenkirch.  VN/sca

Lebensmittelhändler MPreis plant weitere Expansion im Land.

St. Gallenkirch, Völs An 277 Standorten in Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Südtirol und Vorarlberg ist der Lebensmittelhändler MPreis im Alpenraum vertreten. Am Donnerstag wurde die 278. Filiale eröffnet. In St. Gallenkirch wurde ein neuer Markt des Familienunternehmens eröffnet. 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen nun den Montafonern zur Verfügung. Im Ort gibt es für die insgesamt 2300 Einwohner, die nun fast schon überversorgt sind, auch noch einen Spar-Markt. St. Gallenkirch zeigt einmal mehr, wie die Tiroler Händler positionieren: Mit Architektur, „aber das allein ist zu wenig“, so Peter Paul Mölk, im Familienunternehmen für die Expansion verantwortlich, es müssen auch das Angebot und das Preisgefüge stimmen. In St. Gallenkirch beeindruckt die Kunden eine Wand aus Metall, die das für die Talschaft so wichtige Wasser symbolisiert.

Straffes Programm

Die momentan vier Märkte (zwei davon MiniM-Märkte) waren erst der Anfang. Der Mitbewerb schaue zurecht, was MPreis mache, denn noch sei man nicht im Herzen des Landes angelangt, sagt Mölk im Gespräch mit den VN. Das Herz, daran lässt er keinen Zweifel, sind das Rheintal und die Landeshauptstadt. Der Markt sei schon gut besetzt, doch gebe es durchaus noch Bedarf, ist sich der Kaufmann sicher. MPreis mache Dinge anders. Der Handel im Rheintal habe sich seiner Meinung nach sehr auf die Schweizer Kundschaft ausgerichtet, MPreis wolle deshalb die Einheimischen mehr in den Fokus stellen: „Wer uns treu bleibt, sind die heimischen Kunden“, ihnen wolle man „ein guter Nachbar sein“. Das versuchen die Tiroler derzeit an mehreren Standorten. In Hohenems wird bereits gebaut, Anfang 2020 soll dort eröffnet werden. „In Lauterach und Wolfurt sind wir in Verhandlungen“, in Bludenz sei man bereits auf gutem Weg, ebenso in St. Anton an der Taleinfahrt ins Montafon. Geplant seien alle Marktformen: In kleineren Gemeinden eben die MiniMs mit weniger Fläche und damit auch nicht mit dem ganzen Sortiment, die MPreis-Märkte, die möglichst immer ein Baguette-Café dabei haben sollten, und die T+G-Märkte, eine Art „Softdiskonter“, so Mölk mit Schwerpunkt auf Tiefkühlkost und Getränke.

Soziale Aspekte

„Die Baguette-Bäckereien und Cafes haben einen sozialen Aspekt, sie sollen Treffpunkte sein“, sagt Mölk. Gerade in starken Siedlungsgebieten fehle es oft an Möglichkeiten sich zu treffen, wo Begegnungen stattfinden können. „Das wollen wir ermöglichen, einen Beitrag dazu leisten.“ Expansion heiße aber bei der Familie Mölk, die das Unternehmen in vierter Generation führt, nicht, möglichst schnell zu bauen und zu eröffnen, das schaffe Probleme. „Wir setzen auf behutsames Wachstum und sind dadurch bankenunabhängig“, als Familienunternehmen sei man außerdem im Vorteil, weil man zwar auch gut wirtschaften, aber nicht ständig auf Quartalszahlen schielen muss. Und dass man in einen gut gesättigten Markt eintrete, habe für die Konsumenten einen positiven Effekt. „Mitbewerb befruchtet.“ VN-sca

MPreis

Eigentümer Familie Mölk
Mitarbeiter 6100 (220 Lehrlinge)

Gesamtumsatz 2018 900 Millionen Euro

Standorte 277 im Alpenraum (Tirol, Südtirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg)

Neueröffnungen 2018 zwölf Mpreis- und miniM-Filialen

Artikel 90 von 129
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.