Absicherungsbedürfnis

v.l.: Manfred Bartalszky (Vorstand Wiener Städtische, Bankenvertrieb), Werner Böhler (Sprecher der Vorarlberger Sparkassen) und Studienautor Paul Eiselsberg (v.l.).  Sparkasse

v.l.: Manfred Bartalszky (Vorstand Wiener Städtische, Bankenvertrieb), Werner Böhler (Sprecher der Vorarlberger Sparkassen) und Studienautor Paul Eiselsberg (v.l.).  Sparkasse

Die Vorarlberger wollen alt werden, gesund und finanziell sorgenfrei sein. Ob die staatliche Pension reicht, darüber herrscht aber Unsicherheit.

Dornbirn Am liebsten würden Herr und Frau Vorarlberger 90 Jahre alt werden. Ihre tatsächliche Lebenserwartung schätzen sie aber mit 83,7 Jahren etwas realistischer ein. Das ist ein Ergebnis einer IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung und Sparkassen. Fakt ist, die demografische Entwicklung lässt die Menschen älter werden, gleichzeitig werden weniger Kinder geboren. Das bedeutet, es gibt weniger Personen, die ins Pensionssystem einzahlen und mehr, die eine staatliche Pension beziehen. Ob es diese Pension in der heutigen Form auch in Zukunft geben wird, darüber sind sich allerdings nicht alle Befragten sicher. „Es herrscht Verunsicherung, ob das Pensionssystem Bestand hat“, betont Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Für 60 Prozent der Vorarlberger ist das Thema Demografie deshalb negativ besetzt.

Sorge um Lebensstandard

Konkret gehen in der Umfrage 36 Prozent davon aus, dass es bei ihrem Pensionsantritt eine staatliche Pension in der heutigen Form nicht mehr geben wird und wenn doch, dann sind sich 70 Prozent sicher, dass sie trotzdem ihren Lebensstandard nicht halten werden können. Viele sind deshalb davon überzeugt, dass sie künftig tendenziell mehr private, ergänzende Vorsorge für den Lebensabend treffen werden müssen.

Potenzial für Gesundheitsvorsorge

44 Prozent denken auch, dass sie durch das öffentliche Gesundheitssystem medizinisch nicht ausreichend behandelt werden können. Laut Werner Böhler merke man das in der Praxis. „Wir sehen bei uns in der Bank seit geraumer Zeit eine deutlich steigende Kundennachfrage nach Produkten der privaten Gesundheitsvorsorge.“ Für die Zukunft wird die Bedeutung einer privaten Zusatzversicherung sogar noch höher eingeschätzt (84 Prozent). Insgesamt ist das Thema finanzielle Vorsorge für 91 Prozent der Vorarlberger wichtig. Dabei stehen die Themen Pension und Gesundheit im Vordergrund. Nur die Pflege fristet ein Schattendasein. 38 Prozent stufen das Thema als wichtig für die Vorsorge ein. Für ihre Pensions- und Gesundheitsvorsorge investieren die Vorarlberger im Durchschnitt 223 Euro im Monat. Damit liegen sie gut. Denn wie Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen, erklärt, seien 15 Prozent des verfügbaren Einkommens eine gute Richtschnur.

Dabei ist jenen, die bereits vorsorgen, die Sicherheit am wichtigsten. Einem zu großen Risiko wollen sie laut Umfrage bei der Veranlagung nicht ausgesetzt sein. VN-reh

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