Der Zug zum Tor

Bayern-Fan Alma und BVB-Anhängerin Juliane haben auf Fanfood von Gunz gewartet. Die Produktinnovation ist ein Erfolg. VN/PS

Bayern-Fan Alma und BVB-Anhängerin Juliane haben auf Fanfood von Gunz gewartet. Die Produktinnovation ist ein Erfolg. VN/PS

Lebensmittelhändler Gunz wächst auf neuen Märkten und mit neuer Produktgruppe.

Mäder Als früherer Präsident des SCR Altach zeigt Werner Gunz seit vielen Jahren seine Nähe zum Fußballsport, als Unternehmer ist er mit dem wichtigsten Fußballertalent erfolgreich. Der Lebensmittelhändler hat einen „Zug zum Tor“, wenn es um strategische Entscheidungen geht. Das zeigte sich im vergangenen Jahr wieder, als das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Mäder hat, das Thema Fan-Food in Angriff nahm, und das nicht mit irgendwem, sondern mit den beiden dominierenden deutschen Fußballclubs Bayern München und Borussia Dortmund. Rund 20 Produkte wurden für die beiden deutschen Bundesligavereine entwickelt, von Kartoffelchips bis zu noblen belgischen Pralinen, und werden weltweit vertrieben.

Fanfood als Volltreffer

Die neue Linie mit knapp 20 verschiedenen Produkten wurde, so Werner Gunz, „zum Volltreffer, wenn wir in der Fußballsprache bleiben.“ Die angepeilte Umsatzziel mit dem Fan-Food wurde klar übertroffen. Nach wenigen Monaten ist Gunz bereits der größte Lizenznehmer im Lebensmittelbereich der beiden Vereine. Gunz sieht noch viele Möglichkeiten, diese Partnerschaften auszubauen, „das Thema hat uns jetzt schon einige neue Türen bei Kunden in Deutschland geöffnet.“ Die Fanfood-Umsätze konzentrieren sich übrigens nicht auf den Großraum München bzw. Dortmund, sondern sind deutschlandweit auf hohem Niveau. Neben Deutschland wird das Fußballersortiment bereits in in weitere 35 Länder exportiert. Weitere Partnerschaften stehen derzeit allerdings nicht zur Diskussion, so Gunz, denn „mit anderen Vereinen können wir die Mindestauflage der Verpackungen nicht erreichen“.

Die Fanlebensmittel haben ihren Teil zum neuerlich erzielten Rekordergebnis des Unternehmens beigetragen. Im Jahr 2018 verzeichnete die Gunz Warenhandels GmbH einen Umsatz von 141,9 Millionen Euro, eine Steigerung von 4,5 Prozent bzw. sechs Millionen Euro gegenüber 2017. Damit ist die Firma seit 1996 zum 20. Mal gewachsen. „Nur zweimal hatten wir seit der Neuausrichtung der Firmenstrategie (Internationalisierung mit Eigen-Marken-Geschäft) kein Wachstum. Investiert wurden 2018 rund zehn Millionen Euro, der größte Anteil ist die neue Niederlassung in Los Angeles, außerdem in Adaptierungen in Mäder.

Hoffnungsmarkt USA

Gunz liefert sein Sortiment derzeit in rund 100 Länder, die Exportquote beträgt 95 Prozent. Seit 2018 werden neu die Länder Monaco, Peru, Argentinien, Kuwait, die Kanarischen Inseln, Senegal und Dschibuti beliefert. „In Europa gibt es uns in allen Ländern außer dem Vatikan und San Marino“, berichtet Gunz. Am stärksten gewachsen sind die Märkte Deutschland, Frankreich und die USA, in die der Firmenchef große Hoffnungen hat. „Aktuell liegt China bei den Gunz-Exporten nach Übersee noch vor den USA, aber das wird sich 2019 durch unsere Aktivitäten ändern“, ist sich der Firmenchef sicher. VN-sca

„Die Produkte für Bayern und BVB sind Volltreffer, um in der Fußballsprache zu bleiben.“

Gunz Firmenfakten

Geschäftsführung Werner Gunz, erweiterte Geschäftsleitung Stefan und Simone Gunz, Michael Temel

Mitarbeiter 185

Umsatz ‚18 141,9 Mill. Euro (+4,5%)

Export 95 % (100 Länder)

Märkte Top Drei: Deutschland, Schweiz, Frankreich

Investitionen rund 10 Mill. Euro

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