Innovation(Night. Lebenslanges Lernen

Zum Lernen ist man nie zu alt

Volles Haus bei der 46. innovation(night im CC Rheintal. VN/Hartinger

Volles Haus bei der 46. innovation(night im CC Rheintal. VN/Hartinger

In Zeiten der Digitalisierung eröffnen sich neue Chancen für bildungswillige Menschen.

Lustenau Ohne gut ausgebildetes Personal gäbe es keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Grundstein für die Aneignung von Wissen wird bereits in früher Kindheit gelegt, weiß Andreas Salcher, Bildungsexperte, Bestsellerautor und Berater der Bundesregierung in Bildungsfragen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „innovation(night“ informierte er über die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens, das heute aktueller und einfacher ist denn je, auch weil neue technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Längst hat sich die innovation)night im CC Rheintal zum Treffpunkt von Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Politik oder Kultur sind regelmäßig zu Gast und sorgen jedes Mal für ein volles Haus. Das war diesmal nicht anders: Über 200 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um von einem kritischen Vordenker in Bildungsfragen zu erfahren, wie er die neuen Entwicklungen sieht und beurteilt.

Grundstein in früher Kindheit

Salcher ist sich sicher, dass der Grundstein für lebenslanges Lernen in frühester Kindheit gelegt werden kann und muss: „Wir müssen die besten Kindergärten und Volksschulen der Welt schaffen.“ Und wenn der Nachwuchs dort auch noch die Kunst der Selbstbeherrschung erlernt, tut er sich im Leben leichter, sei es im Studium oder im Beruf. Um entsprechend motiviertes Lehrpersonal zu bekommen, ist es allerdings notwendig, die Pädagoginnen und Pädagogen entsprechend zu entlohnen und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit zu stärken. Da gibt es noch Nachholbedarf.

Neue Lernmethoden

Salcher kennt wie kaum ein anderer die Bildungslandschaft in anderen Ländern und Kulturen. Bei einem Besuch in Singapur etwa machte er eine erstaunliche Erfahrung: „Dort habe ich keine einzige Schultafel und kein Stück Kreide in einem Klassenzimmer gesehen.“ Vielmehr setzen Schulen in modernen Staaten auf Digitalisierung, auf den Einsatz neuer Computertechnik. Diese Methoden sind allerdings nur dann gut für die Kinder, wenn die Lehrenden damit umgehen können. In den USA gibt es Schulen, an denen unter der Devise „Wir bringen alle aufs College“ mit ausgefeilten digitalen Systemen gearbeitet wird. Damit sind die Lehrer stets in der Lage, den Leistungsstand der Schüler zu kontrollieren und entsprechend zu reagieren. Der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien innerhalb der Familie und in der Schule kann laut Salcher aber nur dann funktionieren, wenn Eltern und Lehrer den Kindern als Vorbild dienen.

Verlierer und Gewinner

Der 56-jährige Bildungsguru ist überzeugt, dass die Welt zunehmend in „Lerner“ und „Nichtlerner“ getrennt wird, wobei Letztere die großen Verlierer sind. Wer zum Lernenden werden will, muss aber auch die notwendige Energie aufbringen und bereit sein, die verschiedenen Bildungsmöglichkeiten zu erkunden und freie Zeit zu opfern. Erfreulich für ihn ist das steigende Interesse an einem Studium nach Eintritt in den Ruhestand: „Im Alter es ist wichtig, etwas zu tun, was einem Freude bereitet.“ HA

<p class="caption">v. l.: Gerard Hann (VN), Tanja Eiselen (FHV), Andreas Salcher, Katharina Linhart (WISTO), Bernhard Ölz (Prisma), Mathias Burtscher( IV).</p>

v. l.: Gerard Hann (VN), Tanja Eiselen (FHV), Andreas Salcher, Katharina Linhart (WISTO), Bernhard Ölz (Prisma), Mathias Burtscher( IV).

<p class="caption">Lia Klimmer, Michael Horner und Robert Skafar (v.l.)</p>

Lia Klimmer, Michael Horner und Robert Skafar (v.l.)

<p class="caption">Wanda Mikulec-Schwarz mit Martin Dechant (ikp).</p>

Wanda Mikulec-Schwarz mit Martin Dechant (ikp).

<p class="caption">Vizebürgermeister Martin Ruepp (l.) und Prof. Manfred Rützler.</p><p class="caption" />

Vizebürgermeister Martin Ruepp (l.) und Prof. Manfred Rützler.

<p class="caption">Sabine Streitz mit Liebherr GF Holger Streitz.</p>

Sabine Streitz mit Liebherr GF Holger Streitz.

<p class="caption">Birgit Fiel, Heidi Schobel, Gudrun und Klaus Brunner (v.l.).</p>

Birgit Fiel, Heidi Schobel, Gudrun und Klaus Brunner (v.l.).

<p class="caption">Alexandra Metzler und Theresia Faller.</p>

Alexandra Metzler und Theresia Faller.

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