Szenen einer Ehe

Ulrich Schumacher wollte 4,4 Millionen und bekommt 1,5 Millionen.  VN/paulitsch

Ulrich Schumacher wollte 4,4 Millionen und bekommt 1,5 Millionen.  VN/paulitsch

Ulrich Schumacher und Ex-Arbeitgeber Zumtobel treffen sich vor Gericht.

Feldkirch, Dornbirn Ulrich Schumacher ist nicht irgendein Manager – er war schon eine schillernde Figur in der Business-Welt, als er im Jahr 2013 in der Dornbirner Firmenzentrale des kriselnden Leuchtenkonzerns Zumtobel Group als Nachfolger von Harald Sommerer präsentiert wurde. Der Manager, der bei der Siemens-Tochter als Vorstandsvorsitzender für glänzende Momente und nach einem Machtkampf für einen erbitterten Rechtsstreit sorgte, sollte den Leuchtenhersteller wieder auf die Erfolgsspur führen, nachdem das Unternehmen in Sachen LED ins Hintertreffen geraten war.

Die Neustrukturierung konnte er nicht zu Ende führen, denn nach einem Machtkampf zwischen Aufsichtsrat und Vorstand schied Schumacher am 1. Februar 2018 aus seiner Funktion aus. Das hat heute, Dienstag, ab 9 Uhr ein Nachspiel vor dem Landesgericht Feldkirch, wie Schumacher der Wiener Zeitung „Die Presse“ mitteilte: „Ich akzeptiere meine Abberufung nicht und gehe dagegen vor.“ Er und sein Anwalt glauben, dass die Abberufung zu Unrecht erfolgte, denn er könne nur aus schwerwiegenden Gründen abberufen werden. Und die Differenzen zwischen ihm und dem Aufsichtsrat seien zwar „Zerrüttung“, das sei aber kein „schwerwiegender Grund“. Es gehe ihm ums Prinzip, so Schumacher.

Doch es dürfte – wie bei jeder Scheidung – auch ums Geld gehen. Schumacher hatte einen Vertrag bis 2020, verdient hat er zuletzt
1,2 Millionen Euro. Es geht um die Erfüllung des Vertrags und eine Abfertigung. VN-sca

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