Auf den letzten Metern

Rund 250 Handwerker und Transgourmet-Mitarbeiter sorgen derzeit für den letzten Schliff im C+C-Markt.  VN/Paulitsch

Rund 250 Handwerker und Transgourmet-Mitarbeiter sorgen derzeit für den letzten Schliff im C+C-Markt.  VN/Paulitsch

In wenigen Tagen eröffnet der Gastrofachmarkt Transgourmet – ein Wettlauf mit der Zeit.

Schwarzach Als Manuel Gohm seinen ersten Arbeitstag als Standortgeschäftsleiter beim Gastronomielieferanten Transgourmet in Schwarzach antrat, fragte er sich, wie er wohl die lange Zeit fülle, bis der C+C-Markt in Schwarzach kurz vor dem Achraintunnel seine Tore öffnet. Doch mit dieser Frage hielt er sich nicht lange auf, denn langweilig wurde ihm nicht. Ganz im Gegenteil: Die Zeit verging im Flug, wie er beim Rundgang durch das Haus erzählt. Und nun wird sie sogar noch knapp, denn in zehn Tagen wird der Markt eröffnet.

Doch aus der Ruhe lässt sich der Standortleiter nicht bringen. Immerhin sieht er beim Rundgang durch den Markt, der rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche hat, gut 250 Menschen bei der Arbeit. Handwerker legen letzte Hand an im Restaurant, das künftig Besuchern und Mitarbeitern offensteht. Elektroniker „operieren am offenen Herzen“ der digitalen Zentrale des westlichsten Transgourmet-Standortes in Österreich. In den Büros herrscht schon fast Normalbetrieb. Die Mitarbeiter hängen am Telefon, beraten Kunden, verhandeln mit regionalen Lieferanten. Im Vollbetrieb werden insgesamt rund 120 Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch rund 20, die bislang beim Hohenemser Fleischverarbeiter Efef arbeiten. Als bekannt wurde, dass Efef den Betrieb einstellt, hat Gohm ein umfassendes Angebot an die frei werdenden Efef-Mitarbeiter gemacht.

Professionelle Einräumer

Sie werden im Schwarzach gebraucht, denn man lege Wert auf gute Beratung, so Gohm beim Gang durch die Hallen, in welchen jetzt noch zahlreiche Regale leerstehen. Zum Befüllen der riesigen Kühltruhen und der Abteilungen haben die Vorarlberger Hilfe aus der Zentrale bekommen. Professionelle Wareneinräumer sorgen für das „Category Management“, das heißt, sie platzieren die Waren so, dass nachfolgende Helfer beim endgültigen Einräumen nichts mehr falsch machen können. 23.000 Artikel finden so den richtigen Platz in dem 22-Millionen-Euro-Bau, der in der geplanten Bauzeit errichtet wurde. Insgesamt wird das Sortiment 30.000 Artikel umfassen. Die Demonstrationsküche, in der ab 17. Mai Haubenkoch Jürgen Holzer zeigt, was mit den angebotenen Waren alles gemacht werden kann, harrt bereits ihrer Aufgabe. Noch ist sie verhüllt, damit auch wirklich nichts mehr passieren kann.

Weitgehend leer sind die Frischeabteilungen. Frisches Gemüse, Fleisch und Fisch werden erst kurz vor Eröffnung angeliefert. „Darum werden die letzten zwei Tage nochmals stressig“, weiß Gohm. Wenn dann die ersten Kunden eintreffen, werden 150 Sattelzüge entladen. Sie lösen sich an einer der zehn Laderampen ab, die so gebaut sind, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Angeliefert werden kann übrigens 24 Stunden täglich, die meisten Waren – nämlich 70 Prozent – werden dann auch per Lkw wieder ausgeliefert. Und wenn der letzte Handgriff getan wurde, geht es erst richtig los. Langweilig wird es Gohm und den bislang eingestellten 70 Mitarbeitern dann erst recht nicht.

Transgourmet Fakten

Standort Schwarzach 15.000 m2, Baustart Frühjahr 2017

Investition rd. 22 Millionen Euro

Mitarbeiter Vorarlberg derzeit 70, im Vollbetrieb 120

Warenangebot 23.000 Artikel ständig am Lager

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