People’s Viennaline fliegt weiter auf Kurs

von Hanna Reiner
Am Flughafen Altenrhein wurden 2016 insgesamt 108.521 Passagiere gezählt.  Foto: people‘s

Am Flughafen Altenrhein wurden 2016 insgesamt 108.521 Passagiere gezählt.  Foto: people‘s

Mehr Passagiere, steigende Auslastung des zweiten Fliegers. Ex-CEO von Bord.

altenrhein. Es läuft gut. Thomas Mary, Finanzchef der People’s Air Group, zieht eine positive Bilanz über die ersten acht Monate des Jahres. Man liege im Plan und auf Budgetkurs und rechne für heuer mit einer erneuten Steigerung bei den Fluggästen. Allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie im Vorjahr, als die People‘s Viennaline mit 100.219 Fluggästen eine Steigerung von sieben Prozent erzielte. Damit wurde erstmals die 100.000er-Grenze geknackt. Zudem schlossen sowohl der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein als auch die People’s Viennaline 2016 mit einem positiven Jahresergebnis ab.

Zufrieden ist Thomas Mary auch mit der Auslastung der „Nora“, dem zweiten Flugzeug, das heuer dazu kam und bis Mitte April noch die Strecke Altenrhein-Friedrichshafen-Köln/Bonn flog, bis diese eingestellt wurde. „Wir versuchen hier vor allem im Charterbereich mehr Fuß zu fassen“, betont Mary. Das laufe gut. Konkrete Zahlen zur Auslastung nennt er keine. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, aber die Aufträge steigen.“ Es sei aber auch ein ganz anderer Markt, bei dem es nicht um Auslastung, sondern um Flugstunden gehe, die People‘s verkauft. Auch sei man verstärkt im ad-hoc-Charter tätig, also im Bereich kurzfristiger Sonderflüge wie beispielsweise für Sportmannschaften. „Wir fliegen den SCR Altach nach Tel Aviv“, berichtet Thomas Mary. Zudem kamen heuer mit Neapel, Menorca und Ibiza neue Destinationen dazu.

Die Köln-Strecke, die mit Altenrhein-Friedrichshafen auch den kürzesten Linienflug der Welt beinhaltete und damit für viel Aufsehen sorgte, habe sich indes nicht mehr gelohnt. „Da muss man schauen, wie lange man ein negatives Ergebnis ertragen will“, begründet Mary das Aus. Die Auslastung der Flüge hatte sich zuletzt nur zögerlich verbessert. Im März nutzten 2300 Passagiere die Verbindung. „Es hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben“, zieht der Finanzchef Bilanz.

Daniel Steffen ist weg

Nicht dementsprechend entwickelt hat sich auch die Zusammenarbeit mit Daniel Steffen, der das Unternehmen inzwischen verlassen hat. Steffen hatte im Dezember 2015 die Geschäftsführung übernommen und wurde im Juli diesen Jahres in dieser Funktion durch Markus Kopf, Alleinaktionär und Präsident des Verwaltungsrates der People’s Group, ersetzt. Seither fungierte er als Strategieverantwortlicher. Der Grund für das endgültige Ende der Zusammenarbeit? „Eine Entwicklung, wenn die Differenzen zwischen dem Eigentümer und einem leitenden Manager zu groß sind und es unterschiedliche Ideen zur strategischen Ausrichtung gibt“, so Mary.

Investitionen geplant

Nachdem 2016 rund 20 Millionen Franken in die In­frastruktur am Flughafen und den zweiten Flieger investiert wurden, stehen bereits die nächsten Vorhaben an. In den nächsten fünf Jahren werden Hangar und Pistensanierung angegangen. Projekte, die mit einer Investitionssumme von zehn Millionen Franken beziffert werden.

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