Don Fernando nimmt nun Eurasien ins Visier

Gunz handelt mit 21 Eigenmarken, die durch bekannte Markenprodukte ergänzt werden. Das Wachstum zeigt steil nach oben.  Foto: Gunz

Gunz handelt mit 21 Eigenmarken, die durch bekannte Markenprodukte ergänzt werden. Das Wachstum zeigt steil nach oben.  Foto: Gunz

Lebensmittelhändler Gunz gründet Niederlassung in Minsk und wächst im ersten Halbjahr 2017 weiter.

Mäder. (VN-sca) Rekorde sind dazu da, um eingestellt zu werden – nach dieser Maxime scheint das Handelsunternehmen Gunz zu handeln. Jedenfalls funktioniert die Geschäftsidee des Handelshauses seit Gründung – mit einer Ausnahme im Jahr 2004 – einwandfrei. Gunz hat ein Sortiment von rund 1200 Produkten, die in alle Welt geliefert werden: Und alle Welt ist wörtlich gemeint. Derzeit sind es rund 90 Länder, die vom Familienunternehmen beliefert werden. Neu auf der Landkarte der Gunz-Logistiker sind heuer die Karibikinseln Puerto Rico und Martinique (ein Überseedepartement Frankreichs). 

Gunz ist auch heuer gut auf Kurs. Im ersten Halbjahr liegt der Umsatz des Händlers um sechs Prozent über Vorjahr. „Wir gehen in Richtung 135 Millionen Jahresumsatz“, so Werner Gunz im Gespräch mit den VN. Im Jahr 2016 setzte der Händler 128,8 Millionen Euro um. Gunz handelt mit 21 Eigenmarken, die durch bekannte Markenprodukte ergänzt werden, z. B. Leibniz-Kekse und Pringles oder Nescafé Dolce Gusto. Die Lebensmittel sind nicht verderblich und werden per Container auch in abgelegene Weltgegenden geliefert. „Manche Händler verkaufen dann auch mal direkt aus dem Container“, weiß Gunz.

Eine stärkere Marktbearbeitung wird es künftig im eurasischen Wirtschaftsraum geben. „Wir gründen aktuell eine Niederlassung in Minsk“, so der Firmenchef und –gründer. Bei der Gunz Eurasia mit Sitz in Weißrussland handelt es sich um eine Hundert-Prozent-Tochter des Vorarlberger Unternehmens. Es ist nach Deutschland, der Schweiz und den USA die vierte Auslandsniederlassung. Gunz rechnet sich große Chancen aus, denn der eurasische Markt ist riesig. Zum Wirtschaftsraum, in dem 183 Millionen Menschen leben, zählen Russland, Kasachstan, Armenien, Kirgisistan und Weißrussland. Die weißrussische Hauptstadt Minsk sei geografisch ideal gelegen, erklärt Werner Gunz. Beliefert wird der Zukunftsmarkt über das Gunz-Logistik-Zentrum im deutschen Magdeburg. Die Vorzeichen für die Neugründung seien gut: „In diesem Jahr sind die Exporte nach Russland stark im Steigen, der Moment, sich intensiver um die Marktbearbeitung vor Ort zu kümmern, ist sehr gut“, so Gunz.

Investition in Umwelt

In Magdeburg errichtet Gunz derzeit auf 10.000 Quadratmetern eine Photovoltaik-anlage, die bereits Ende September in Betrieb gehen wird. Die Anlage erzeugt jährlich zirka 750.000 Kilowattstunden (kw/H) Strom. Damit könnten 170 Haushalte mit Strom versorgt werden und es ist um 50 Prozent mehr, als Gunz in Magdeburg selbst benötigt. Investiert wird rund eine Million Euro, so der Firmenchef. Bei aller Expansion gibt es auch eine Schließung im Gunz-Reich: Der Endverbraucher-Shop in New York City wurde geschlossen: „Wir konzentrieren uns dort auf den Großhandel“, so Firmen­oberhaupt Werner Gunz.

Fakten

» Umsatz 2016: 128,8 Mill. Euro

» 1. Halbjahr 2017: + 6 Prozent

» Export: 90 Länder weltweit

» Mitarbeiter: 175

» gegründet: 1986

» Eigentümer: Fam. Gunz (100 %)

» Geschäftsleitung: Werner Gunz, Stefan Gunz, Simone Gunz, Michael Temel

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