Alle Navis dieser Welt

CEO Thomas Lorünser und CEO Nobuhiro Kishimoto (Magellan) Foto: PT

CEO Thomas Lorünser und CEO Nobuhiro Kishimoto (Magellan) Foto: PT

Vorarlberger Technologiefirma entwickelt ersten Mikrochip für die Nutzung aller Navigationssysteme.

Lustenau. (VN) In den nächsten 18 Monaten wird vom Hightechunternehmen Photeon Technologies im Lustenauer Millennium Park der weltweit erste Mikrochip
entwickelt, der alle global verfügbaren Navigationsstandards vereint und damit als Herzstück für selbstfahrende Fahrzeuge auf der ganzen Welt genutzt werden kann.

Innovative Chip-Lösungen

Photeon Technologies ist einer der führenden Chip-Hersteller für weltweit agierende Konzerne im Halbleiterbereich. Das internationale Ingenieursteam entwickelt in Lustenau Chip-Lösungen, welche unter anderem im Automobil- und Mobilfunkbereich zum Einsatz kommen. Photeon-CEO Thomas Lorünser zeigt sich über den Großauftrag von Magellan Systems Japan, Inc. mehr als erfreut. „Mit der Entwicklung dieses Mikrochips werden neue Maßstäbe gesetzt“, so Lorünser. So werden mit dem nur etwa vier auf vier Millimeter kleinen Chip (kleiner als ein Reiskorn) weltweit erstmals alle verfügbaren Navigationsstandards auf
einem Chip vereint – das heißt, dass neben dem bekannten GPS (Navigationssystem aus den USA) auch die in Europa weniger bekannten Standards GLONASS (Russland) sowie QZSS (Japan), BEIDOU (China) und Galileo (Europa) empfangen werden können. „Damit steht an jedem Punkt der Welt jedes Positionierungssystem zur Verfügung“, schildert Photeon-Head of Engineering Andreas Schneider. Das Produkt sorgt dafür, dass es keine Abhängigkeiten einzelner Netze mehr gibt und das weltweit erstmals ein Mikrochip die Nutzung aller Systeme ermöglicht.

Prototypen Ende 2017

Bis Ende des Jahres sollen die ersten Prototypen verfügbar sein. Der Mikrochip wird in einer Entwicklungspartnerschaft mit dem weltweit führenden High Positioning Anbieter für Magellan maßgeschneidert. Magellan ist schon jetzt mit selbstfahrenden Traktoren und Erntemaschinen erfolgreich auf dem Markt positioniert. Der neue Navigationsreceiver wird dafür sorgen, dass die selbstfahrenden Fahrzeuge im Zentimeterbereich via Satellit gesteuert werden können.

In weiterer Zukunft soll der in Lustenau entwickelte Chip sogar als Herzstück für selbstfahrende Fahrzeuge auf der ganzen Welt genutzt werden. „Wir sind froh, dass wir mit der Firma Photeon aus Lustenau einen starken Partner gewinnen konnten, dessen Know-how unser globales Konzerngeschäft auf eine nächste Ebene hieven kann“, so President und CEO Nobuhiro Kishimoto von Magellan Systems Japan.

<p class="caption">Ingenieure entwickeln in Lustenau für die Welt. Foto rechts: CEO Thomas Lorünser (Photeon) und CEO Nobuhiro Kishimoto (Magellan) Fotos: TM</p>

Ingenieure entwickeln in Lustenau für die Welt. Foto rechts: CEO Thomas Lorünser (Photeon) und CEO Nobuhiro Kishimoto (Magellan) Fotos: TM

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