Der Tourismus punktet mit Familienbetrieben

Gesundhotel Bad Reuthe hat 2015 den KMU-Preis Tourismus gewonnen. Die Gäste schätzen die persönliche Betreuung in Vorarlbergs Hotellerie.
Gesundhotel Bad Reuthe hat 2015 den KMU-Preis Tourismus gewonnen. Die Gäste schätzen die persönliche Betreuung in Vorarlbergs Hotellerie.

Urlaubsgäste schätzen persönlichen Kontakt zu Gastgebern. Der Tourismus bietet genau das.

Schwarzach. (VN) Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden das Rückgrat der Vorarlberger Unternehmenslandschaft – in allen Branchen. Auch im Tourismus, einem sehr wichtigen Teil der Vorarlberger Wirtschaft, spielen sie eine dominierende Rolle, zählt doch der größte Teil der Hotellerie- und Gastronomiebetriebe dazu. Sie sind der Grund dafür, dass Vorarlberg als Urlaubsland so beliebt ist. Millionen Gäste kommen jährlich ins Land, um sich zu erholen, Ski zu fahren, Kultur zu erleben und Kulinarisches zu genießen.

Wertschöpfung in der Region

Die Hotels und Gastronomiebetriebe des Landes sorgen dafür, dass sich die Gäste hier rundum wohlfühlen. Der größte Teil davon ist nicht nur KMU-dominiert, die weitaus meisten der Beherbergungsbetriebe befinden sich in Familienbesitz, nämlich zu fast hundert Prozent. Die Betriebe, die in der Mehrzahl über die Jahre und Jahrzehnte gewachsen sind, werden von Familien geführt, die zusammen mit ihrem qualifizierten Personal die Gäste willkommen heißen und ihnen für ihren Aufenthalt das Bestmögliche an Komfort und Betreuung zuteil werden lassen – persönliche Ansprache und Freundschaften mit Gästen inklusive.

Persönliche Betreuung

Als Gastgeber setzen sie auf eine hohe Qualität, auf persönliche Betreuung und das entsprechende Wohlfühlambiente. Ganz im Sinne der Vorarlberger Tourismusstrategie 2020, die es sich zur Aufgabe und zum Ziel gemacht hat, mit Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit zur Nummer eins in Europa zu werden. Dabei soll das Rad nicht neu erfunden werden, es soll aber gelingen, in Bereichen, in denen die Vorarlberger Hotellerie- und Gastronomiebetriebe ohnehin schon stark sind, noch stärker zu werden.

Abwandern kein Thema

Nicht nur bei den Gastgeberqualitäten, auch in Sachen Wertschöpfung ist der Tourismus eine entscheidende Größe. Schließlich werden Jahr für Jahr Millionen investiert, um Qualität und Infrastruktur weiter zu verbessern. Von diesen Investitionen profitieren wiederum die Vorarlberger Handwerksbetriebe. Denn 80 Prozent aller Aufträge aus dem Tourismus gehen an Betriebe im Umkreis von 60 Kilometern. Dazu kommt die Standorttreue: Denn als Hotel ist Abwandern kein Thema.

Volkswirtschaftlich top

Volkswirtschaftlich ist der heimische Tourismus in Österreich ganz vorne mit dabei. Schließlich lag die erwirtschaftete direkte und indirekte Wertschöpfung der österreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2015 in Summe bei über 50 Milliarden Euro, das sind rund 15 Prozent des BIP.

Zudem haben die Gesamtausgaben der Urlaubsgäste, Geschäftsreisenden und Tagesbesucher 35 Milliarden Euro ausgemacht. Der Tourismus ist eine wichtige Konjunkturstütze, die Wachstum und Arbeitsplätze im Land sichert. Neue Belastungen durch Steuerreform und Bürokratie, die jüngst in Kraft getreten sind, könnten sich allerdings in einem Minus bei den Gästezahlen schmerzlich bemerkbar machen.

Alle Informationen zum KMU-Wettbewerb 2016

Mittelstandsinitiative. (VN) Der KMU-Wettbewerb „Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe“ wird 2016 zum achten Mal von den VN und der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) veranstaltet. Zahlreiche Betriebe wurden so bereits einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Einreichung zugelassen sind alle Unternehmen im Bundesland Vorarlberg, die eine Betriebsgröße bis 100 Mitarbeiter aufweisen.

Einreichungen sind in den Branchen Handel, Dienstleistung, Tourismus sowie Gewerbe/Handwerk möglich. Bewerber sind eingeladen, den Kupon auszufüllen und die Bewerbungsunterlagen anzufordern. Interessierte Betriebe haben auch die Möglichkeit, sich unter vn.kmu.vol.at zu registrieren. Mitmachen zahlt sich aus, denn die erstplatzierten Unternehmen jeder Branche werden auf einer ganzen Seite, die zweit- und drittplatzierten auf jeweils einer halben Seite in einem VN-Journal und auf VOL.AT präsentiert.

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