Rhomberg „wie ein Tausendfüßler“

Die Rhomberg Sersa Rail Group bietet als Komplettanbieter Bahntechnik ein nahezu lückenloses Leistungsspektrum.
Die Rhomberg Sersa Rail Group bietet als Komplettanbieter Bahntechnik ein nahezu lückenloses Leistungsspektrum.

Rhomberg Gruppe: Umsatz wächst im Bau- und Bahnbereich. Auf vier Kontinenten aktiv.

Bregenz. (VN-sca) „Es gibt in unserem Geschäft immer irgendwo einen Problemfall, deshalb sind wir in sämtlichen Bereichen der Branche tätig“, erklärt Geschäftsführer Ernst Thurnher die Aufstellung der inzwischen auf vier Kontinenten, nämlich Europa, Asien, Amerika und Australien, tätigen Rhomberg Gruppe, die längst mehr ist als ein Bauunternehmen. Man sei „wie ein Tausendfüßler“ und stehe auf vielen Beinen, die ausgleichen, wenn eines einmal einknickt.

Der Umsatz der Gruppe, die in den Bereichen Bau, Ressourcen und Bahn tätig ist, hat sich in der Bausparte von 191,81 Mill. Euro 2012/13 auf 258,45 Mill. Euro gesteigert, im Bahnbau von 319,56 Mill. auf 338,26 Millionen. Doch es gehe dem Unternehmen weniger um quantitatives denn um qualitatives Wachstum, so Thurnher bei der Präsentation der Umsatzzahlen. Die Eigenkapitalquote beträgt 41 Prozent. Ziel sei es, diese weiter zu steigern.

Schwieriger wird es beim Gewinn. In den vergangenen Jahren wurde kräftig investiert, auch Zukäufe wie jener der Bahnbau-Sparte der pleite gegangenen Universale Bau, wollen finanziert werden. 15 Millionen beträgt der Umsatzanteil solcher Zukäufe, 100 Mitarbeiter sind auf diesem Weg zu Rhomberg gestoßen. Außerdem, sagt Firmenchef Hubert Rhomberg, seien die Margen im Hochbau derzeit minimal: „Davon allein kann kein Unternehmen leben“, ist er sich sicher. Die Fusion mit dem Schweizer Bahnbauer Sersa war von Anfang an ein Erfolg, so Rhomberg, der in dem Unternehmen, an dem Rhomberg und Sersa je 50 Prozent halten, Vorstandsvorsitzender ist. „Unsere Mission ist es, diesen Erfolg auf allen Wertschöpfungsebenen weiter voranzutreiben. Künftig wollen wir wie im Baubereich der führende Komplettanbieter für Bahnbau und -technik in Europa werden und dennoch ein eigentümergeführtes Familienunternehmen mit hohem Anspruch an nachhaltige Werte bleiben“, so Rhomberg ambitioniert.

Vorzeigeprojekte sind die Durchmesserlinie in Zürich (unterirdische Verbindung zwischen Zürich-Hauptbahnhof und Bahnhof Oerlikon), die Stadtbahnen in Bergen (Norwegen), Dresden und München sowie die Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt (Deutschland). Weiters konnte die Rhomberg Sersa Rail Group heuer gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Amey als Teil eines Joint Ventures einen Großauftrag im Wert von über 700 Millionen Euro in Großbritannien an Land ziehen, bei dem innerhalb der nächsten zehn Jahre ein Großteil der Weichen im englischen Schienennetz erneuert wird. Der Bahnbauer hofft, dass auch im Land bald Schienen verlegt werden. Für die Rheintalstraßenbahn sei jetzt die Zeit reif, ist er sich sicher.

Kooperationen wie im Bahnbau geht Rhomberg auch in den anderen Geschäftssparten ein und ist damit bislang gut gefahren. Sei es die Beteiligung am Holzbauer Sohm oder das Gemeinschaftsunternehmen Goldbeck Rhomberg, das im Gewerbebau reüssiert und allein über 100 Mill. Euro Umsatz macht.

Rhomberg Gruppe

» Standorte: Bregenz, Wels, Salzburg, Berlin, Essen, Ravensburg, St. Gallen, Zürich, Alemere (NL), Doncaster (GB), Mallorytown (Kanada), Ankara, Sydney.

» Mitarbeiter: Rhomberg Bau 551, Rhomberg Sersa 1662, 460 davon in Vorarlberg

» Umsatz: Rhomberg Bau 2013/14: 258,45 Mill., 2012/2013: 191,81 Mill.; Rhomberg Sersa 2013/14: 338,26 Mill., 2012/13: 319,56 Mill.

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