Interview. Joachim Heinzl (43), Geschäftsführer der Wirtschaftsstandort Vorarlberg Gmbh

Erhebliches Potenzial für Innovation

Heinzl: „Ziel ist die Diffusion neuer Technologien.“  Foto: VN/Steurer
Heinzl: „Ziel ist die Diffusion neuer Technologien.“ Foto: VN/Steurer

Kooperationen in der Wirtschaft ermöglichen Markterfolge, die für Einzelne oft nicht möglich sind.

Schwarzach. (VN-sca) Manches gelingt nur, wenn sich zwei oder mehrere Partner zusammentun. Das ist für Unternehmer nicht immer leicht, verlassen sich doch viele nur auf ihre eigenen Stärken. Die Vorarlberger Wirtschaftsstandortgesellschaft WISTO versucht solche „Zusammenarbeiten“ zu fördern, weil sie neue Produkte und Geschäfte möglich machen, die sonst nicht zustande kommen. Die VN sprachen mit WISTO-Geschäftsführer Joachim Heinzl über diesen Arbeitsschwerpunkt.

Die WISTO propagiert und fördert Kooperationen von Vorarlberger Firmen bzw. zwischen Firmen und Hochschule. Gibt es großes Interesse?

Heinzl: Das Interesse an innovations- und forschungsorientierten Kooperationen am Standort Vorarlberg ist überaus hoch. Grund dafür ist, dass der themen- und fachübergreifende Austausch ein erhebliches Potenzial für Innovation bietet. Die Region profitiert nämlich von der hohen Vielfalt der angesiedelten Branchen sowie von der Existenz dichter und hochwertiger Wertschöpfungsketten, was die Innovationsdynamik äußerst positiv beeinflusst. Sämtliche Kompetenzen für eine innovative Produktentwicklung sind quasi „vor der Türe“ in Form einer vitalen Dienstleistungs- und Zulieferszene gegeben.

Was bringen Kooperationen. Ist das eine Win-win-Situation für die Partner?

Heinzl: Durch Unternehmenskooperationen werden Wissensflüsse generiert und Synergien möglichst effizient genutzt. Die Partner profitieren vom jeweiligen Know-how und den Kernkompetenzen des Gegenübers. Dadurch wird die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren forciert und schlussendlich die Wettbewerbsfähigkeit aller beteiligten Unternehmen gestärkt. Auf Basis einer fairen Partnerschaft führen Kooperationen zweifellos zur gegenseitigen Befruchtung und zu Win-win-Situationen. Darüber hinaus führt die Kooperation zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur verstärkten Anwendung neuer Technologien und einem nachhaltigen Kompetenzaufbau im betreffenden Technologiefeld.

Gibt es erfolgreiche Beispiele?

Heinzl: Es gibt eine Fülle äußerst interessanter Beispiele kooperierender Vorarlberger Unternehmen. Teilweise bestehen diese Kooperationen schon seit Jahrzehnten und verhalfen den beteiligten Partnern zu substanziellen Erfolgen und nachhaltigem Wachstum. Solch symbiotische Unternehmensbeziehungen finden wir quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen.

Wie kann die WISTO Kooperationen unterstützen?

Heinzl: Zum einen schaffen wir gemeinsam mit unseren Partnern verschiedene Plattformen, die auf die Initiierung von Kooperationen abzielen. Zu diesen Plattformen zählen Technologieveranstaltungen, Kooperationsbörsen oder auch einfach die Organisation von bilateralen Gesprächen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Zum anderen unterstützen wir Unternehmen individuell bei der Suche nach Kooperations- und Forschungspartnern und beraten über Fördermöglichkeiten für kooperative Innovationsprojekte. Unser Hauptziel ist dabei die Diffusion neuer Technologien am Standort, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen.

Beginnend mit nächstem Samstag stellen wir in einer VN-Serie Beispiele erfolgreicher Kooperationen vor.

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