Turbulenzen im Millennium Park

Vorläufig kein Zuwachs im Millennium Park Lustenau: Sonderhoff und Gemeinde machen Geschäft rückgängig. Foto: VN/Ortner
Vorläufig kein Zuwachs im Millennium Park Lustenau: Sonderhoff und Gemeinde machen Geschäft rückgängig. Foto: VN/Ortner

Die Gemeinde Lustenau freute sich über eine Firmenansiedlung. Nun ist wieder alles anders.

Lustenau. (VN-sca) Ein ganz normaler Vorgang: Die bislang in Hörbranz beheimatete Sonderhoff Engineering hat von der Marktgemeinde Lustenau zwei Grundstücke in bester Lage und Nachbarschaft gekauft und wollte sich mit rund 100 Mitarbeitern ansiedeln. Nachdem die Neuansiedlung entsprechend gefeiert wurde, blieb es allerdings ruhig. Kein Spatenstich, keine Mitteilung des Unternehmens oder der Gemeinde. Nun wird zurückgewidmet, wie sowohl Vizebürgermeister Walter Natter als auch Gemeindesekretär Eugen Kanonier auf VN-Anfrage bestätigten: Außergewöhnlich sei das aber nicht, will man im Amt der Marktgemeinde Normalität signalisieren.

„Für Sonderhoff waren die Bodenverhältnisse so schlecht, dass sie von der Rücktrittsoption Gebrauch machten“, so Kanonier. Erst auf Nachfrage ist zu erfahren, dass auch der Gestaltungsbeirat seinen Teil zur Auflösung der Geschäftsverbindung beigetragen hat. Die Architekten haben ihr Veto gegen die Baupläne eingelegt. Das dürfte bei den Pionierunternehmen des Millennium Parks für Aufatmen gesorgt haben. Denn der Unmut war groß über diese Ansiedlung, die von Bürgermeister Kurt Fischer verhandelt wurde. Sonderhoff habe, so ist zu hören, nicht der Philosophie des elitären Gewerbegebietes entsprochen.

„Zu wenig Forschung, zu viel Produktion“, bringt es ein Unternehmer am Standort auf den Punkt. Im Hintergrund gab es heftige Diskussionen mit der Gemeinde, wie von „Residents“ bestätigt wird. Auch der Erfinder des Parks, Prisma-Geschäftsführer Bernhard Ölz, ist mit der jetztigen Situation nicht unzufrieden. „Wirklich hierhergepasst hätte das Unternehmen nicht. Der Standort ist für Technologie- und Dienstleistungsunternehmen konzipiert, Produktionen können stattfinden, sollten aber nicht zu groß geraten.“ Von Sonderhoff ist derweil nichts über weitere Pläne zu erfahren: „Wir werden uns nächste Woche an die Öffentlichkeit wenden.“

Millennium Park

» Hochwertige Architektur, Firmen mit Potenzial 80.000 m²

» Betriebsflächen mit entsprechender Infrasstruktur (Anschluss Autobahn ebenso wie Kinderbetreuung) Restaurants, Interessenvertretungen und Betriebsberater. » Unternehmen im MP (Auszug) NTREC - Vernetzte Recycling-Lösungen, B.A.TECH Anlagentechnik, hali Büromöbel, Zimm Maschinenelemente und ZimmSolar, Photeon Technologies, Ledon Lamp, Fibria International, Wipro Technologies Austria, Angelbird Technologies, Perfany OG, System Industrie Electronic, Buchdruckerei Lustenau (BULU), Thien eDrives, Autohaus Lingg.

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