Brauereien unter Druck

von Hanna Reiner

Kosten steigen: Vorarlberger Brauereien lassen sich Bierpreiserhöhung bis 2013 offen.

Schwarzach. (VN-reh) Die heimischen Brauereibetriebe sehen sich vermehrt mit steigenden Kosten konfrontiert. Vor allem die Preise für Energie und Transport werden höher, genauso wie der wichtige Rohstoff Braugerste. Auch die Personalkosten steigen durch den jüngsten Kollektivvertragsabschluss – rund 3,2 Prozent mehr seit 1. September.

Diese Fakten führen zum Beispiel beim österreichischen Marktführer Brau Union, zu der unter anderem die Marken Zipfer, Gösser und Schwechater gehören, zu einer Erhöhung des Bierpreises um durchschnittlich drei Prozent mit 1. Dezember 2012. Generaldirektor Markus Liebl stellt dazu klar: „Wir möchten betonen, dass diese vergleichsweise moderate Bierpreisanpassung unter den tatsächlichen Kostensteigerungen liegt.“ Einiges vom Kostendruck sei auch durch Einsparungen aufgefangen worden.

In Vorarlberg sind bei den zwei größten Brauereien, Fohrenburg und Mohrenbrauerei, bislang keine Bierpreiserhöhungen geplant.

Erhöhung nicht ausgeschlossen

„Aktuell ist keine Erhöhung geplant. Für das kommende Jahr können wir es allerdings nicht ausschließen“, erklärt Hans Steiner, Geschäftsführer der Brauerei Fohrenburg. Man tue alles dafür, dass eine Erhöhung zum spätestmöglichen Zeitpunkt erfolge und wenn, dann so moderat wie möglich ausfalle. Schließlich gebe es noch Unsicherheiten, wie sich die Rohstoffpreise weiter entwickeln, da die Ernten nicht besonders gut waren. „Jedes Unternehmen ist natürlich gefordert, seine Kosten unter Kontrolle zu bringen“, so Steiner. Die letzte Bierpreiserhöhung erfolgte bei der Bludenzer Brauerei im Mai und betrug drei Prozent.Auch für die Mohrenbrauerei ist eine Erhöhung derzeit kein Thema. Bereits im Frühjahr wurden die Preise um knapp fünf Prozent angehoben. Allerdings müsse man sich Anfang nächsten Jahres genau anschauen, inwieweit eine Preiserhöhung notwendig sei, erklärt Marketingleiter Markus Hämmerle. „Wir beobachten die Kostensituation sehr genau. Jede Brauerei muss für sich selbst entscheiden, wie man damit umgeht. Wir sitzen alle im selben Boot“, sagt Hämmerle abschließend.

Es ist noch unsicher, wie sich die Rohstoffpreise entwickeln.

Hans STeiner
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